"Rosetta": Austro-Sonde Philae sucht nach E.T.

Ist da jemand?

"Rosetta": Austro-Sonde Philae sucht nach E.T.

Entscheidende Stunden: Die Landung auf Komet „Tschuri“ startete mit Problemen.

Über zwanzig Jahre Arbeit, 1,3 Milliarden Euro Projektkosten: Bei der Kometen-Mission „ Rosetta “ ging es um alles. Forschungssonde „Philae“ sollte auf dem 4 x 3,5 km großen Kometen mit Kosenamen „Tschuri“ landen. Tests versprechen eine Antwort auf die Frage: Kam das Leben durch Kometen wie Tschuri auf die Erde? Bis zuletzt war der Erfolg der Landung aber unsicher. Das Protokoll der Weltallsensation:

  • Mittwoch, 8.35 Uhr. Schreck vor dem Start: Eine Düse an Landesonde Philae fällt aus. Sie sollte den Aufprall dämpfen, die Landung auf unebenem Boden sichern. Dennoch startet der Österreicher Stephan Ulamec die Mission. Der Grazer ist Chef des Lande­programms, der wichtigste Mann im Team.
     
  • 9.35 Uhr. Die Landung wird eingeleitet. Die Sonde wird vom Mutterschiff Rosetta gelöst. Das „Mini-Labor“ Philae schwebt wie eine Feder nun dem gewünschten Landeplatz auf dem Kometen zu. Sie fliegt langsam – nur 18 Zentimeter pro Sekunde.
  • 10.03 Uhr. Applaus und Jubel in der Kommandozentrale in Darmstadt. Mit 28 Minuten Verspätung trifft das erste Signal auf der Erde ein. Die Sonde ist 511 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Missionsleiter Ulamec ist erleichtert. Doch es heißt weiter zittern.
  • 12.09 Uhr. Auch Landeeinheit Philae meldet sich, Aufatmen in der Kommandozentrale in Darmstadt. Trotz aller Nervosität beweist Europas Weltraumorganisation ESA Humor. Via Twitter wird geschrieben: „Schön, wieder in Kontakt zu sein, liebe Erde“. Und: „Ich werde Hunderte Postkarten schicken!“

VIDEO: Die Landung der Raumsonde Rosetta

Diashow: Raumsonde Rosetta: Die Fotos vom Kometen

Sonde krallt sich fest, wird drei Monate Daten liefern
Der rund 100 Kilogramm schwere Roboter bohrte sich nach der Landung mit seinen Beinen im Boden fest. 72 Stunden reicht die Batterie, dann müssen Sonnensegel für Energie sorgen. Weitere drei Monate bleibt Zeit, Daten zu liefern. Dann ist „Tschuri“ zu nahe an der Sonne. Das Gerät überhitzt. Bis dahin sollen aber alle wichtigen Fragen beantwortet sein.

VIDEO: Philae sendet Signal zur Erde

(küe, wek)




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