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CSU-Chef

Seehofer: Diskussion über Merkel-Kandidatur ist "dämlich"

CSU-Chef: Union muss erst inhaltliche Fragen klären.

Die Debatte in Deutschland über eine erneute Kanzlerkandidatur von CDU-Chefin Angela Merkel stößt beim CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer auf Unverständnis. "Ich halte das für eine selten dämliche Diskussion", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag). Die Union werde am vereinbarten Fahrplan festhalten. Dies habe er am Sonntag mit Merkel erneut abgesprochen.

Demnach wollen CDU und CSU zunächst unabhängig voneinander festlegen, mit welchen Inhalten sie in die Bundestagswahl 2017 ziehen. Anschließend wollen sie ihre Ziele auf Gemeinsamkeiten überprüfen und erst dann Personalfragen klären. Diese Abfolge sei auf der Unions-Klausur Ende Juni in Potsdam vereinbart worden, und genau so werde sie auch eingehalten, sagte der CSU-Chef.

Mehrere Spitzenpolitiker der CDU machten sich am Montag dafür stark, dass Merkel auch bei der Wahl 2017 als Kanzlerkandidatin antritt. Die CDU-Chefin selbst vermeidet bisher eine Festlegung in dieser Frage. Im Sommerinterview mit der ARD am Sonntag hatte sie ihre Formulierung der vergangenen Wochen wiederholt, sich "zum gegebenen Zeitpunkt" erklären zu wollen.
 



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