In Norwegen wurde ein 1.000 Jahre altes Boots-Grab entdeckt.
Archäologen machten einen spektakulären Fund auf der norwegischen Insel Senja, als sie ein 1.000 Jahre altes Wikinger-Grab mit einer Frau fanden - die mit ihrem Hund beerdigt wurde. Man fand das ungleiche Paar gemeinsam in einem 5,5 Meter langen "genähten Boot" bestattet, das in den Jahren 900 bis 950 nach Christus angefertigt wurde.
Der treue Vierbeiner lag zu Füßen seiner Herrin, ein Beweis für die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Tier - schon damals. "Das Tier wurde mit wahrer Fürsorge platziert", schwärmt Archäologin Anja Roth Niemi. Demnach liebten Wikinger ihre Hunde wohl genauso wie heutige Besitzer ihre Haustiere.
Hohe Persönlichkeit
Die Tote war übrigens eine hohe Persönlichkeit: Zwei Bronze-Broschen mit Silberfäden, ein Ohrring, Bernstein-Perlen und Werkzeuge für die Textilherstellung lagen als Beigaben im Grab. Ein Walfisch-Knochen diente zudem als Webschwert. "Sie stand zwar nicht ganz oben auf der sozialen Leiter, war aber klar eine bedeutende Figur", erklärte die Forscherin gegenüber The Sun.
Nach Abschluss der Ausgrabung wurden die Funde ins Labor nach Tromsø gebracht. Dort will man durch DNA-Analysen das Alter, die Gesundheit und die Lebensweise der Verstorbenen ermitteln. "Wir erfahren durch solche Funde, wie nah uns diese Menschen heute noch sind", sagt Niemi.