Angst vor Coronavirus:

Simulation zeigt Ausmaß, Krisensitzung der WHO

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170 Tote, fast 8.000 Infizierte und die Zahlen steigen rasant weiter. Wie sich das Virus ausbreiten könnte, zeigt nun eine schockierende Grafik.

In China sind bis Mittwoch 170 Menschen durch das neue Coronavirus ums Leben gekommen. Es seien 7.711 Krankheitsfälle registriert worden, teilte die staatliche Gesundheitskommission am Donnerstagvormittag (Ortszeit) in Peking mit. Dazu kommen 12.167 Verdachtsfälle.

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Damit wurden im Vergleich zum Dienstag weitere 38 Todesfälle und rund 1.700 Neuerkrankungen registriert. Die Krankheit blieb weiterhin großteils auf die Provinz Hubei begrenzt. Dort gab es 1032 neue Erkrankungen und 37 Todesfälle. In Hubei sind somit bereits 162 Menschen an der Krankheit gestorben.

Wie schnell sich das Virus ausbreiten kann, zeigt eine Grafik. Forscher haben anhand von Flugdaten erreichnet, wohin rund 1000 Menschen von Wuhan aus in die Welt fliegen würden. "Wir prüfen also, ob sie eher in New York oder Berlin ankommen", sagt der Forscher Dirk Brockmann gegenüber der "Welt".

Video zum Thema: AUA streicht alle Flüge nach China

Gates warnt seit Jahren vor Pandemie

Aber auch die Stiftung von Microsoft-Milliardär Bill Gates hat bereits in einem Modell sichtbar gemacht, was eine weltweite Grippe-Pandemie bedeuten würde. Am Ende könnten bis zu 33 Millionen Menschen sterben. Dieses Szenario ist freilich nicht auf das Coronavirus abgestimmt. Dennoch warnt Gates schon seit Jahren davor, dass die Welt nicht auf eine Pandemie vorbereitet sei.

WHO berät über Notstand 

Die Weltgesundheitsbehörde WHO berät angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus erneut darüber, ob sie einen weltweiten Gesundheitsnotstand ausrufen soll. Der Notfallausschuss kommt diesen Donnerstag hinter verschlossenen Türen zusammen, wie WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf ankündigte. In China ist die Zahl der Todesfälle indes um 38 auf 170 gestiegen.

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 21:02

WHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach der rasanten Zunahme von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen. Damit sind konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen.

 20:18

Kein Verdachtsfall an Bord von Kreuzfahrtschiff bei Rom

Entwarnung ist an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Costa Smeralda" gegeben worden, das am Donnerstag wegen eines Verdachts auf Coronavirus im Hafen der Stadt Civitavecchia bei Rom festgehalten wurde. Wie aus Tests hervorging, die in dem auf Infektionskrankheiten spezialisierten römischen Spital "Spallanzani" durchgeführt wurden, gab es keinen Hinweis auf den Erreger der Lungenkrankheit aus China.

Wegen des Verdachts auf das Virus waren rund 7.000 Menschen - darunter etwa 6.000 Passagiere - stundenlang an Bord der "Costa Smeralda" in Civitavecchia festgehalten worden. Zu ihnen zählten auch 37 Österreicher, sagte ein Sprecher der Reederei Costa Crociere, Betreiberin des Schiffes, der APA.

 19:43

Deutsche Rückholaktion für Samstag geplant

Die deutsche Bundesregierung plant den Rückholflug der Bundeswehr für Deutsche und ihre Angehörigen aus der vom Coronavirus am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei für Samstag. Sicher war das aber auch am Donnerstag noch nicht. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur lag bis zum frühen Nachmittag noch keine Genehmigung der chinesischen Seite vor.

In der Region um die chinesische Millionenstadt Wuhan halten sich 90 Deutsche und Angehörige auf. Auch sieben Österreicher befinden sich in der Provinz Hubei. Es ist durchaus möglich, dass sie, wenn sie dies wünschen, mit der deutschen Maschine ausgeflogen werden. In einem Schreiben informierte das deutsche Auswärtige Amt die deutschen Staatsbürger über den geplanten Starttermin und die Bedingungen für die Mitreise. Dabei handelt es sich vor allem um folgende Punkte:

- Das Angebot des Mitflugs gilt für die angeschriebenen deutschen Staatsangehörigen, ihre Ehepartner und ihre Kinder.

- Es dürfen nur Personen ausreisen, die zum Zeitpunkt der Ausreise gesund sind. Die chinesischen Behörden werden vor dem Einstieg in den Flieger einen Gesundheitscheck durchführen und können bei Symptomen oder Verdacht auf eine Erkrankung die Ausreise verweigern.

- Das Verfahren nach Einreise in Deutschland werde zwischen den zuständigen Gesundheitsbehörden abgestimmt. "Sie müssen damit rechnen, dass Ihre Mobilität in der ersten Zeit in Deutschland deutlich eingeschränkt wird", heißt es in dem Schreiben des Auswärtigen Amts.

- Die überwiegenden Kosten des Flugs wird die deutsche Bundesregierung tragen, die Passagiere müssen sich allerdings beteiligen. "Die konkrete Höhe der Kostenbeteiligung steht bisher nicht fest. Sie wird sich an der Höhe eines normalen Economy-Flugtickets orientieren", hieß es in dem Schreiben.

 19:43

Saalbach übernimmt Weltcup-Rennen von Yanqing

Saalbach übernimmt wie erwartet die wegen des Coronavirus abgesagten Ski-Weltcup-Rennen von Yanqing. Das gab der ÖSV am Donnerstag bekannt. Am 15. und 16. Februar hätten auf den Olympiastrecken von 2022 nördlich von Peking eine Abfahrt und ein Super-G der Herren stattfinden sollen. Die Abfahrt wird nun am 13. Februar (12.45 Uhr), der Super-G am 14. Februar (11.00 Uhr) ausgetragen.

Die Rennen wurden vorverlegt, weil am darauffolgenden Wochenende keine TV-Übertragungszeiten verfügbar waren. "Trotz der kurzen Vorbereitungszeit wird es aber jedenfalls möglich sein, eine für Abfahrt und Super-G professionell präparierte Piste am Zwölferkogel mit Unterstützung der Bergbahnen bereitzustellen", hieß es in der ÖSV-Aussendung.

 19:43

US-Börsen im Verlauf schwächer, Coronavirus weiter zentrales Thema

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Donnerstag im Verlauf weiterhin mit Abgaben tendiert. Gegen 19.00 Uhr notierte der Dow Jones mit einem Minus von 0,55 Prozent bei 28.576,91 Punkten. Der S&P-500 Index verlor 0,66 Prozent auf 3.251,73 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gab um 0,73 Prozent auf 9.207,75 Einheiten nach.

Bestimmendes Thema blieb weiterhin der Coronavirus und seine möglichen Folgen auf die Weltwirtschaft. Bereits am Mittwoch hatte US-Notenbankchef Jerome Powell das Virus als "ernstes Thema" bezeichnet, welches die Wirtschaft global belasten werde. Kürzlich gab nun die US-Seuchenschutzbehörde CDC bekannt, dass in den Vereinigten Staaten die erste Mensch-zu-Mensch-Übertragung stattgefunden habe.

Konjunkturdaten rückten weitgehend in den Hintergrund. Dass die US-Wirtschaftsleistung auf das Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent stieg, konnte den Indizes an der Wall Street auch im Verkaufshandel keine Gewinne bescheren.

 18:45

Passagiere bleiben vorerst an Bord des Schiffes bei Rom

Die 6.000 Passagiere und 750 Besatzungsmitglieder an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Costa Smeralda", das am Donnerstag wegen Verdachts auf das Coronavirus im Hafen der Stadt Civitavecchia bei Rom festgehalten wurde, müssen voraussichtlich die Nacht an Bord verbringen. Bisher gab es noch keine Resultate der Analysen, mit denen festgestellt werden soll, ob eine Passagierin am Virus erkrankt ist.

Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao hatte an Bord Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, die ein Anzeichen für das Coronavirus sein könnten. Auch ihr Mann war untersucht worden. An Bord der "Costa Smeralda" befanden sich laut der Reederei Costa Crociere, Betreiberin des Schiffes, rund 750 chinesische Passagiere.

Am Donnerstagnachmittag hatten die Hafenbehörden die Genehmigung für die Landung von 1.143 Passagieren gegeben, die ihre Reise in Civitavecchia beenden wollten. Der Bürgermeister der Hafenstadt, Ernesto Tedesco, wehrte sich jedoch gegen die Ausschiffung der Passagiere, bevor die Ergebnisse der Analysen nicht fest standen. "Solange nicht fest steht, dass es sich nicht um Coronavirus handelt, darf niemand landen", sagte Tedesco. Wann die Ergebnisse der Analysen, die im römischen Krankenhaus "Spallanzani" durchgeführt werden, veröffentlicht werden, stand nicht fest. Das römische Krankenhaus ist auf Infektionskrankheiten spezialisiert.

In Italien wurden einige Verdachtsfälle auf Coronavirus gemeldet, die jedoch nicht bestätigt wurden. Hoteliers in Rom beklagten, dass tausende chinesische Touristen ihren Aufenthalt in der Metropole abgesagt hätten. Viele chinesische Restaurants meldeten einen Rückgang in der Zahl der Gäste.

Die Kreuzfahrtgesellschaft MSC strich gestern zunächst drei Touren des Schiffes "Splendida" mit 6.880 Plätzen. Betroffen sind Anfang Februar geplante Fahrten nach Japan. Das Unternehmen betonte, dass bisher keinerlei Verdachtsfälle auf einem seiner Schiffe aufgetreten seien. Costa Crociere wiederum sagte neun Fahrten von China aus ab, die ab heute bis kommenden Dienstag hätten stattfinden sollen

 18:45

Weiterer Verdachtsfall in Wien

In Wien gibt es den nächsten Coronavirus-Verdachtsfall. Ein chinesischer Tourist ist am Donnerstag kurz vor Mittag ins Wiener AKH gekommen und hat über Halsschmerzen und Fieber geklagt. Er wurde unter Einhaltung der Hygienebestimmungen mit der Rettung ins Kaiser-Franz-Josef-Spital (KFJ) gebracht, wo er nun getestet wird, hieß es aus dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV).

Der Mann stammt aus Shanghai und war am 26. Jänner aus China kommend nach Budapest gereist. Am Mittwoch war er nach Wien weitergefahren. Bei ihm handelt es sich mittlerweile um den siebenten Verdachtsfall zum Coronavirus in der Bundeshauptstadt.

Bei den vorhergehenden sechs wurde jeweils Entwarnung gegeben. Der sechste Fall war es zu Mittag bekanntgeworden. Eine Philippinin befindet sich mit leichten Symptomen im Kaiser-Franz-Josef-Spital. Sie hatte sich in der Nacht auf Donnerstag ins Krankenhaus begeben. Die Frau war bereits am 20. Jänner von Hongkong nach Wien gereist. Nunmehr entwickelte sie grippeähnliche Symptome und hatte am Donnerstag unter anderem leichtes Fieber. Aber auch bei ihr erwiesen sich die Tests bezüglich des Coronavirus als negativ.

 18:15

Costa Crociere und MSC streichen Reisen von Chinas Häfen

Die Kreuzfahrtgesellschaften Crosta Crociere und MSC haben wegen des Ausbruchs des Coronavirus all Kreuzfahrten abgesagt, die von chinesischen Häfen starten. MSC strich drei Anfang Februar geplante Kreuzfahrten ihres Schiffes "Splendida" mit 6.880 Plätzen von chinesischen Häfen in Richtung Japan, teilte die Reederei mit.

Costa Crociere cancelte die Abfahrten ihrer Schiffe von chinesischen Häfen bis kommendem Dienstag. Nachdem zwei Verdachtsfälle von Coronavirus an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Costa Smeralda" im Hafen von Civitavecchia nördlich von Rom gemeldet worden sind, sitzen noch über 6.000 Passagiere an Bord den Luxusliner fest. In Italien wurden einige Verdachtsfälle auf Coronavirus gemeldet, die jedoch nicht bestätigt wurden.

 16:56

Drastischer Anstieg der Erkrankten in China

Trotz drastischer Maßnahmen steigt die Zahl der mit dem neuen Coronavirus Infizierten in China weiter an. Immer mehr Staaten wollen ihre Staatsbürger aus der besonders stark betroffenen Region um die Elf-Millionen-Metropole Wuhan ausfliegen.

Die Zahl der Infizierten in China ist am Donnerstag auf 7.830 gestiegen, wie das kommunistische Parteiorgan "Volkszeitung" berichtete. 170 Menschen sind an dem Virus gestorben. Der Anstieg ist rasant. Vor zwei Wochen waren erst 40 Fälle gezählt worden. Der Höhepunkt der Epidemie wird frühestens in einer Woche erwartet. Das Virus ist besonders tückisch, weil Infizierte auch schon ansteckend sind, wenn sie noch gar keine Symptome zeigen.

 16:08

Österreichischer Pandemieplan wird derzeit überarbeitet

Auf mediale Kritik, dass Österreich im Notfall nicht durch einen modernen Pandemieplan geschützt sei, hat das Gesundheitsministerium am Donnerstag auf APA-Anfrage erklärt, dass sich der - derzeit nur online abrufbare - Influenza-Pandemieplan aus dem Jahr 2006 in Überarbeitung befinde. Daher gebe es aktuell keine publizierte Version.

Generell sei das Dokument als Rahmenplan zu verstehen und enthalte Empfehlungen für ein gemeinsames Vorgehen im Anlassfall, so Ministeriumssprecher Adrian Hinterreither. "Der österreichische Influenza-Pandemieplan ist ein lebendes Dokument und muss daher regelmäßig an neue Gegebenheiten sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse und die jeweils gültige Rechtslage angepasst werden." In diesen Überarbeitungsprozess seien die Bundesländer und alle zuständigen Behörden, soweit es ihren Wirkungsbereich betrifft, eingebunden.

Die Anpassung des Österreichplans erfolge durch einen routinemäßigen, regelmäßigen Austausch zwischen allen relevanten Stellen zu Fragen im Bereich übertragbarer Erkrankungen und Vorgehensweisen bei Ausbruchsgeschehen, hieß es aus dem Ministerium. Die Erstellung und etwaige Publikation der bundesländerspezifischen Influenza-Pandemiepläne obliege aber den Bundesländern.

Der Wiener Pandemieplan werde ebenfalls ergänzt, wenn neue Krankheiten auftreten, hieß es am Donnerstag aus dem Büro des zuständigen Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ). Dies sei etwa bei SARS im Jahr 2012 geschehen. Auch die aktuellen Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Coronavirus würden derzeit eingearbeitet. Im Pandemieplan, dessen Grundgerüst aus dem Jahr 2006 stammt, ist auch grundsätzlich festgelegt, wie die Abläufe zwischen den Rettungsorganisationen erfolgen und welche Eskalationsstufen es gibt.

 16:07

Jüngere und Frauen machen sich mehr Sorgen

Insbesondere Frauen und jüngere Menschen machen sich in Österreich offenbar Gedanken über eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die Ende Jänner von Research Affairs durchgeführt wurde. Zumindest die Hälfte der Befragten gab an, seit dem Aufkommen des Virus verstärkt auf Hygiene, etwa Hände waschen, zu achten, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung.

Insgesamt machen sich 43 Prozent der befragten 500 Österreicher zwischen 16 und 69 Jahren Gedanken darüber, vom neuen Coronavirus angesteckt zu werden. Bei den Frauen sind es 49 Prozent und bei den Personen im Alter von 20 bis 29 Jahren sogar 59 Prozent, die sich sorgen. Seit dem Aufkommen des Coronavirus vermeidet ein gutes Drittel (35 Prozent) der Befragten Plätze mit vielen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Ein Viertel der interviewten Österreicher meinte, aufgrund des Coronavirus die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu vermeiden.

Die bisherige Anzahl an Toten durch den Coronavirus macht 46 Prozent der Befragten Sorgen. 42 Prozent glauben sogar, dass sich der Virus namens 2019-nCoV auch in Österreich ausbreiten werde und es auch hier zu Todesfällen kommen könnte. Ein Großteil der Österreicher (82 Prozent) erwartet sich von der Politik rasche Maßnahmen, um das Land vor dem Coronavirus zu schützen. 68 Prozent der Befragten verfolgen in den Medien die Berichterstattung zu 2019-nCoV.

 16:07

Abklärung nach Aufenthalt einer Erkrankten in Tirol

Nachdem sich in der vergangenen Woche eine am Coronavirus erkrankte Frau aus Deutschland drei Tage lang auf der Dortmunder Hütte im Kühtai (Bezirk Imst) aufgehalten hatte, hat die Landessanitätsdirektion Tirol nun begleitende Maßnahmen eingeleitet. Die Hüttenwirtin wurde kontaktiert und 23 enge Kontaktpersonen identifiziert, teilte das Land am Donnerstag mit.

In Deutschland gibt es vier bestätigte Fälle, alle Betroffenen sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus Gauting in Oberbayern. Es handelt sich um drei Männer und eine Frau.

In Tirol selbst gebe es indes nach wie vor keine Verdachtsfälle und daher auch keinen Grund zur Beunruhigung, wurde betont. Die Kontaktpersonen, die vorwiegend aus Deutschland stammen, wurden angewiesen, ihren Gesundheitszustand im Auge zu behalten. "Sollten sich Krankheitszeichen entwickeln, wird eine Abklärung eingeleitet", sagte Franz Katzgraber, Vorstand der Abteilung Landessanitätsdirektion. Das bayerische Gesundheitsministerium teilte unterdessen mit, dass die erkrankte Frau wieder symptomfrei und in gutem Zustand ist.

 16:05

Hongkong erhöht Produktion von Schutzmasken

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus müssen Häftlinge in Hongkong deutlich mehr Schutzmasken produzieren als gewöhnlich. Bisher würden rund 50.000 Stück Mundschutz täglich in den Gefängnissen der chinesischen Sonderverwaltungszone angefertigt, sagte Verwaltungschef Matthew Cheung am Donnerstag vor Journalisten.

"Wir werden rund um die Uhr arbeiten, um die Produktion hoffentlich von monatlich 1,1 Millionen auf 1,8 Millionen zu erhöhen", so Cheung. Für gewöhnlich fertigen die Gefängnisinsassen in Hongkong im Rahmen spezieller Arbeitsprogramme Schutzmasken für Krankenhäuser oder Regierungsbeamte. Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus sorgte allerdings für Panikkäufe der Bevölkerung; vor Apotheken bildeten sich lange Schlangen. In Hongkong wurden bisher zehn Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

Cheung zufolge stockte die Regierung den Vorrat an Schutzmasken deutlich auf. In diesem Monat seien fünf Millionen zusätzliche Exemplare gekauft worden. Weitere acht Millionen Stück würden in den nächsten Wochen importiert.

 16:05

Neuer Verdachtsfall in Wien

In Wien gibt es einen neuen Coronavirus-Verdachtsfall. Eine Philippinen befindet sich mit leichten Symptomen im Kaiser-Franz-Josef-Spital. Sie hatte sich in der Nacht auf Donnerstag ins Krankenhaus begeben, hieß es aus dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV).

Die Frau war bereits am 20. Jänner von Hongkong nach Wien gereist. Nunmehr entwickelte sie grippeähnliche Symptome und hatte am Donnerstag unter anderem leichtes Fieber. Die Frau ist bereits der sechste Verdachtsfall in Wien. Bei den vorherigen fünf gab es in allen Fällen nach Test Entwarnung.

 16:01

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