Sorge vor Dauerkrieg im Jemen

Bürgerkrieg

Sorge vor Dauerkrieg im Jemen

Steinmeier: "Müssen aufpassen, dass der Krieg sich nicht festfrisst."

Die internationalen Friedensappelle an die Konfliktparteien im Jemen, dem ärmsten Land der Arabischen Halbinsel, werden immer dringlicher. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier warnte am Dienstag bei einem Besuch im Nachbarland Oman alle Seiten vor einer "militärischen Lösung".

"Wir müssen aufpassen, dass der Krieg sich nicht in einem Stillstand festfrisst und dort weitere radikalisierte Elemente Einzug halten", sagte Steinmeier. Im Jemen ist neben anderen auch Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) sehr aktiv.

Bürgerkrieg
Im Jemen tobt seit mehr als einem Jahr ein Bürgerkrieg, an dem auch andere Staaten der Region beteiligt sind. Die Aufständischen kämpfen mit Unterstützung des schiitischen Irans gegen Anhänger von Präsident Rabbo Mansur Hadi. Seit März 2015 bombardiert eine von Saudi-Arabien geführte Koalition die Houthi-Rebellen und deren Verbündete aus der Luft.

Oman ist als Vermittler aktiv. Die begonnenen Friedensgespräche unter Führung der Vereinten Nationen liegen derzeit allerdings auf Eis. Sorge bereitet auch der wachsende Einfluss der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

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