Stacheldrahtzaun: Ungarn rudert zurück

"Nur Versuch"

Stacheldrahtzaun: Ungarn rudert zurück

Der Grenzzaun zu Slowenien wurde noch am selben Tag wieder abgebaut.

Der Stacheldrahtzaun an der ungarisch-slowenischen Grenze sei am Freitag nur mit "Versuchscharakter" aufgestellt worden. Das betonte das ungarische Innenministerium am Samstag in einer Aussendung. Die innerhalb des Schengenraumes durch Ungarn errichtete, auch international kritisierte Sperre war am gleichen Tag wieder abgebaut worden.

Der ungarische Innenminister Sandor Pinter wird sich nach Angaben des Ministeriums am Montag mit seiner slowenischen Amtskollegin Vesna Györkös Znidar treffen, um eventuelle Missverständnisse auszuräumen.

Während der an der slowenischen Grenze abgebaute Stacheldraht erneut in großen Spulen lagert, sorgt sich der ungarische Premier Viktor Orban um den Nachschub an rasiermesserscharfem NATO-Draht. Während seines Besuches am Freitag in Wien hatte er betont, Ungarn müsse bereits Draht aus China importieren, denn "es gibt in Europa nicht soviel Draht, wie wir benötigen". Laut Medien ist der Drahtmangel darauf zurückzuführen, dass der deutsche Hauptexporteur die Lieferungen nach Ungarn einstellte.

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