Berlusconi

Italien

Strafe verbüßt: Berlusconi legt wieder los

Wegen seines Alters leistete er zehn Monate Sozialdienst in einem Altersheim

Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi ist wieder ein freier Mann. Der 2013 wegen Steuerbetrugs verurteilte TV-Tycoon habe seine Strafe verbüßt, teilte ein Mailänder Gericht am Dienstag mit. Auch das zweijährige Amtsverbot, zu dem Berlusconi verurteilt worden war, sei aufgehoben worden, teilte das Gericht mit.

Sozialdienst
Berlusconi war im August 2013 zu vier Jahren Haft verurteilt worden, die wegen einer Amnestie auf ein Jahr reduziert wurde. Wegen seines Alters leistete der 78-Jährige Berlusconi zehn Monate Sozialdienst in einem Altersheim als alternative Strafe zur Haft.

Berlusconi hat allen Grund zum Feiern: Nachdem er im März letztinstanzlich vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs und des Sex mit der minderjährigen Nachtklubtänzerin Karima El Marough alias "Ruby" entlastet wurde, will sich der TV-Unternehmer jetzt wieder voll in das politische Leben stürzen. Er will seine konservative Oppositionspartei Forza Italia für die Regionalwahlen am 31. Mai rüsten, zu denen 17 Millionen Italiener aufgerufen sind.

Forza Italia verliert Stimmen
Wegen Berlusconis Abwesenheit infolge seiner Schwierigkeiten mit der Justiz hat die Forza Italia stark an Stimmen eingebüßt. Bei den EU-Parlamentswahlen im Mai 2014 sank die Oppositionspartei auf ein historisches Tief von 16 Prozent. Dies soll sich laut Berlusconi jetzt ändern. Der Medienunternehmer will sich persönlich im Wahlkampf für die Regionalwahlen engagieren. Die Wahlen sind ein wichtiger Test für die Regierung des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi und die Oppositionsparteien.

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Berlusconis Partei ist zurzeit mit starken parteiinternen Fehden konfrontiert. Ex-Kulturminister Sandro Bondi hatte sich vor zwei Wochen von der Partei im Zeit getrennt. Parteiinterne Rivalitäten würden die Partei zermürben, klagte Bondi, der viele Jahre lang zu den treuesten Verbündeten des Medienunternehmers zählte. Ein unerbittlicher Streit um Berlusconis politisches Erbe sei in der Oppositionspartei im Gange.

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