Zusage zurückgezogen

Terrorangst: Flüchtling verliert Lehrstelle

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Der Afghane absolvierte ein Praktikum und bekam eine Ausbildung zugesichert.

Ein Flüchtling aus Afghanistan absolvierte in Niederbayern ein Praktikum. Er galt als Musterbeispiel für gelungene Integration und bekam nach dem Abschluss des Praktikums eine Lehrstelle zugesichert.

Doch kurz bevor er seine Ausbildung antreten konnte, zog der Fliesenleger-Betrieb seine Zusage wieder zurück. Begründet wurde der Sinneswandel mit der Angst der Kunden, dass sich ein muslimischer Handwerker in die Luft sprengen könnte.

Perfekte Integration

Vor zwei Jahren war Ali aus Afghanistan nach Deutschland geflohen und in einem Heim für jugendliche, unbegleitete Flüchtlinge aufgenommen worden. Laut einem Bericht der "Passauer Neuen Presse" habe er inzwischen Deutsch gelernt, die Berufsschule besucht und mehrere Praktika absolviert.

Kurz bevor er seine Ausbildung bei einem Fliesenleger beginnen konnte, habe der Betrieb einen Rückzieher gemacht.

"Das ist so schlimm für mich"

Ali sei deswegen am Boden zerstört. "Das ist so schlimm für mich. Nicht alle Muslime sind schlecht", erklärte er der Zeitung. Da er wisse, dass die Lehrstellen für den Herbst bereits vergeben seien, sei er nun besonders enttäuscht.

Da ihn das Warten jedoch kaputt mache, sehe er sich derzeit nach anderen Optionen um. Auch ein Praktikum auf dem Bau als Maurer mache er in der Zwischenzeit.

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