Terrorangst: Italien bewacht Dantes Grab

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Terrorangst: Italien bewacht Dantes Grab

In der "Göttlichen Komödie" wird Prophet Mohamed in die Hölle verbannt.

Die italienische Polizei ergreift besondere Sicherheitsvorkehrungen für das Grab des Nationaldichters Dante Alighieri (1265 - 1321) in der Adria-Stadt Ravenna. Der Grund: Der bekannteste italienische Dichter hat in seinem Meisterwerk "Die Göttliche Komödie" den Propheten Mohammed als Schismatiker in die Hölle verbannt und gilt als besonders islamfeindlich.

Mohammed von Teufeln zerfetzt

Mohammed befindet sich in Dantes Meisterwerk im neunten Kreis der Hölle und wandelt wie andere Stifter von Zwiespalt in zerrissener Gestalt, sein Körper wird von Teufeln zerfetzt und immer wieder neu hergestellt. Passagen der "Göttlichen Komödie" gelten als besonders islamfeindlich.

Auch andere Bauwerke in Gefahr

Nach dem Anschlag auf das italienische Konsulat in Kairo wurde daher aus Angst vor fundamentalistischen Attentaten eine strenge Überwachung von Dantes Grab in Ravenna beschlossen. Zu den möglichen Zielen terroristischer Anschlägen zählen laut der italienischen Polizei auch die Markusbasilika in Venedig, Palazzo Pitti in Florenz, die Basilika des Heiligen Petronius in Bologna und der Vatikan.

Vor 750 Jahren geboren
Mit seinem Versepos "Die Göttliche Komödie" schuf Dante ein plastisches Bild von Himmel, Hölle und Fegefeuer und verband darin das historische, naturwissenschaftliche und philosophische Wissen seiner Zeit. Im Mai jährte sich Dantes Geburtstag zum 750. Mal. Vor allem in seiner Geburtsstadt Florenz wurde der Dichter, der die italienische Nationalsprache formte, groß gefeiert.

 



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