Trump: 'Wir werden etwas tun, aber ...'

Erster Kommentar als Ex-Präsident

Trump: 'Wir werden etwas tun, aber ...'

Erstmals nach seinem Ausscheiden aus dem Amt gab Donald Trump ein Kommentar ab.

Das Amtsenthebungsverfahren gegen Ex-Präsident Donald Trump startet in der zweiten Februar-Woche. Das teilte der Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, am Freitag mit. Damit hätten die Klageführer aus dem Repräsentantenhaus und die Verteidiger Trumps genügend Zeit zur Vorbereitung. Dem Immobilien-Milliardär wird Aufwiegelung zum Aufstand vorgeworfen. Trump-Anhänger waren am 6. Jänner in das Kapitol - dem Sitz des US-Parlaments - eingedrungen und hatten Büros verwüstet.
 

Impeachment-Verfahren

Fünf Menschen starben bei den Übergriffen. Kritiker werfen Trump unter anderem vor, mit einer Rede seine Anhänger angestachelt zu haben.
 
Verhandelt wird das Amtsenthebungsverfahren im US-Senat, der die Funktion eines Gerichts einnimmt. Der Terminierung des Verfahrens war ein Kompromiss zwischen den Demokraten und den oppositionellen Republikanern vorausgegangen. Der Chef der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, hatte die Demokraten um eine Verzögerung des Verfahrens gebeten, der Schumer nachkam. Dies sei ein Gewinn für das Verfahren und die Fairness, sagte ein Sprecher von McConnell.
 
Der Ausgang des Verfahrens hat erhebliche Bedeutung für die politische Zukunft Trumps, da er sich im Falle einer Verurteilung nicht wieder  um das Präsidentenamt bewerben darf. Trump hatte in seiner Abschiedsrede erklärt, er werde "in irgendeiner Form" zurückkehren.
 

Politisches Comeback

In seinem ersten Kommentar als Ex-Präsident sprach Trump weiter von einem Comeback.  „Wir werden etwas tun, aber noch nicht jetzt“, soll der 74-Jährige dem Journalisten Rob Crilly am Freitag in Florida gesagt haben. Wie die „New York Post“ berichtet, fand das Gespräch bei einem Abendessen in Trump Golf Club statt. Seine Assistenten haben das Dinner nach der kurzen Antwort dann aber abgebrochen.
 
US-Medien vermuten, dass Trump eine neue politische Partei mit dem Namen „Patriot Party“ gründen könnte. Unklar ist, ob der Ex-Präsident 2024 wirklich noch einmal bei der Wahl antreten will.
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