Trump zu Senatorin: "Zerstöre ihre Karriere"

Eklat im Weißen Haus

Trump zu Senatorin: "Zerstöre ihre Karriere"

"Scherzhafte" Bemerkung sorgt für Wirbel in sozialen Netzwerken.

Eine Senatorin aus Texas hat sich nach US-Präsident Donald Trumps Drohung zu Wort gemeldet, ihre Karriere zu zerstören. Sheriff Harold Eavanson hatte Trump am Dienstag bei einem Treffen im Weißen Haus erzählt, im Senat von Texas gebe es Widerstand gegen eine Gesetzgebung zur Einziehung von Vermögen.

Trump unterbrach ihn und sagte leichthin: "Kann man das glauben? Wer ist der Senator? Möchten Sie den Namen sagen? Wir zerstören seine Karriere." Trump erntete Lacher. Eavenson nannte den Namen nicht.

Am Mittwoch veröffentlichte die republikanische Senatorin Konni Burton aus Texas eine Erklärung, aus der mehrere US-Medien zitierten. Weder habe sie jemals von dem fraglichen Sheriff gehört, noch sei sie ihm jemals begegnet - gleichwohl nehme sie Anstoß an seinen Bemerkungen. Anschließend verteidigte Burton detailliert ihre Bedenken zur fraglichen Gesetzgebung.

In sozialen Netzwerken sorgte Trumps Bemerkung für viel Wirbel. Viele Nutzer äußerten, sie sei selbst dann Besorgnis erregend, wenn Trump die Drohung nur als Witz gemeint haben sollte. Die Demokraten in Texas forderten Trump in einer Erklärung auf, seine Angriffe auf gewählte Amtsinhaber zu unterlassen.

Sheriff Eavenson sagte am Mittwoch den "Dallas News", er habe Trumps Bemerkung nicht wörtlich genommen. Eavenson wird im Juni Präsident der nationalen Sheriff-Vereinigung.



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