Ukraine: Flüchtlings-Konvoi beschossen

Schwere Kämpfe

Ukraine: Flüchtlings-Konvoi beschossen

Militär: Rebellen setzten erstmals russisches Raketensystem Uragan ein.

Die ukrainische Armee hat im Osten des Landes nach eigenen Angaben weitere Gebiete von den prorussischen Separatisten zurückerobert. Ukrainische-Soldaten hätten einen Belagerungsring um die von Rebellen besetzte Stadt Horliwka gezogen und einige kleinere Siedlungen übernommen, erklärte das Militär.

Die Armee berichtete auch von einem Angriff der Rebellen auf einen Flüchtlingskonvoi. Der Bus-Konvoi mit Flüchtlingen aus der ostukrainischen Stadt Luhansk ist nach Militärangaben bei einem Raketenangriff der prorussischen Separatisten getroffen worden.

"Terroristen haben bei Chriaschtschuwatje und Nowoswitliwka Grad-Raketen auf einen Flüchtlingskonvoi aus Luhansk abgefeuert", sagte ein Armeesprecher. "Wir warten noch auf die Opferzahlen". In Veröffentlichungen der Rebellen hieß es, Soldaten und Separatisten hätten sich an der Fahrtroute des Busses mit schwerer Artillerie beschossen.

Horliwka mit seinen mehr als 230.000 Einwohnern ist strategisch wichtig, weil es an der Hautptverbindungsstraße zwischen Donezk und Luhansk liegt. Diese beiden Großstädten sind noch in der Hand der Separatisten, allerdings haben Regierungstruppen Luhansk von der Außenwelt und der Versorgung weitgehend abgeriegelt und auch in der Stadt schon einige wichtigte Stellungen wieder eingenommen.

Nahe dem Dorf Nowokateriniwka südöstlich von Donezk feuerten die Aufständischen nach Angaben der Armee offenbar mit dem russischen Raketensystem Uragan auf die Soldaten, wie das Militär erklärte. Es sei das erste Mal, dass bei den Kämpfen solch schlagkräftige Raketenwerfer eingesetzt worden seien. Zu Opfern machten weder die Armee noch die Rebellen Angaben.

Am Wochenende hatten sich die Kämpfe in den Separatisten-Hochburgen Donezk und Luhansk verschärft. Prorussische Rebellen schossen einen Kampfjet über der Ostukraine ab. Krisengespräche der Außenminister Deutschlands, Russlands, der Ukraine und Frankreichs am Sonntag in Berlin brachten keine greifbaren Fortschritte.


 



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