Fünf Tote bei Kiew-Schlacht

Ukraine-Hauptstadt brennt

Fünf Tote bei Kiew-Schlacht

Außer Kontrolle: Die Lage bei Protesten in Ukraine ist völlig eskaliert.

Fünf Menschen wurden bei den Straßenschlachten getötet, zwei davon starben durch Schüsse. Ein drittes Opfer kam bei einem Sturz ums Leben. Die Opposition macht Scharfschützen der Polizei dafür verantwortlich: „Die Regierung schießt als Antwort auf die Forderungen der Menschen auf das eigene Volk“, erklärte Vitali Klitschko (48): „Dafür gibt es keine Entschuldigung.“ Und: „Seit Tagen habe ich vor dieser Eskalation gewarnt.“

Als Panzer auffahren, ruft die Menge: „Ihr Mörder!“
Kampf. Ministerpräsident Mykola Asarow beschuldigt naturgemäß die Regierungsgegner: „Terroristen vom Maidan-Platz haben Dutzende Menschen umzingelt und geschlagen. Ich stelle offiziell fest, dass es sich um Kriminelle handelt, die sich für ihre Taten verantworten werden müssen.“ Die Polizei bestreitet auch, Schusswaffen eingesetzt wurden.

Im Zentrum Kiews ertönten dennoch „Mörder, Mörder“-Rufe. Außer Kontrolle geriet die Lage, als Spezialeinheiten damit begannen, den seit zwei Monaten besetzten Maidan-Platz zu räumen. Tränengas und Blendgranaten wurden eingesetzt. Sogar Panzerwagen fuhren auf. Klitschko nannte es „absichtliche Provokation“.

Die Straßenschlachten gingen auch Mittwoch weiter. Immer wieder versuchte die Polizei, den Platz zu stürmen. Die Demonstranten antworteten mit einem Steinhagel, zündeten Autoreifen an, verteidigten verbissen den Maidan-Platz.

Karl Wendl

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