Ukraine-Krieg

93 Prozent stimmten in Scheinreferenden für Russland-Anschluss

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Laut Moskau haben sich 93 Prozent der Stimmberechtigten für den Beitritt zur Russischen Föderation ausgesprochen 

In der von russischen Truppen besetzten ukrainischen Region Saporischschja (russisch: Saporoschje) haben sich am 23. September, dem ersten Tag des von Moskau inszenierten Scheinreferendums, 93 Prozent der Stimmberechtigten für den Beitritt zur Russischen Föderation ausgesprochen. Das meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS am Sonntag unter Berufung auf Exit-Polls.

Nach Angaben des "Republik-Instituts der Krim für politische und soziologische Studien" (RIPSI) wurden am ersten Abstimmungstag des Referendums 500 Einwohner der Region befragt. Von den Teilnehmern an der Abstimmung hätten sich 93 Prozent für den Anschluss an Russland und nur sieben Prozent für den Verbleib bei der Ukraine ausgesprochen, heißt es in einer Mitteilung von RIPSI.

Die Behörden der prorussischen "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk sowie die Verwaltungen der Gebiete Saporischschja und Cherson halten ihre international nicht anerkannten Abstimmungen von 23. und 27. September ab.

Da die Referenden nach Ansicht der meisten Beobachter nicht als frei und fair bezeichnet werden können, wird mit einer überwältigenden Zustimmung zum Anschluss an Russland gerechnet. Dies könnte zu einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs führen, da Moskau nun ukrainische Angriffe auf diese Gebiete als "Verletzung der Souveränität Russlands" bezeichnen könnte.
 

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