Ukrainekrieg

Moskau meldet erneuten Gefangenenaustausch mit Kiew

Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. 

Grundlage waren in Istanbul getroffene Vereinbarungen, wie das russische Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte. Dort hatten russische und ukrainische Unterhändler bereits zweimal solche humanitären Aktionen vereinbart. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Austausch in seinem Telegram-Kanal. 

Die meisten nun heimgekehrten Ukrainer seien bereits seit 2022 in Gefangenschaft gewesen, schrieb Selenskyj. Demnach handelte es sich um Soldaten, Angehörige der Nationalgarde, des Grenzschutzes und der Eisenbahntruppen, aber auch um Zivilisten. Über die Anzahl der freigekommenen Soldaten wurde erneut nichts bekanntgegeben. Es hieß dazu lediglich, dass beide Seiten eine gleich große Gruppe freigelassen hätten. Den Angaben aus Moskau zufolge fand die Übergabe wieder an der ukrainisch-belarussischen Grenze statt. Die russischen Soldaten würden zunächst in Belarus medizinisch versorgt.

Kein Termin für weitere Verhandlungsrunde

Geplant ist auch eine neue Runde von Verhandlungen über die Bedingungen für ein Kriegsende. Ein Termin steht aber noch nicht fest. Russland führt seit mehr als drei Jahren Krieg gegen die Ukraine.

Moskau verlangt, für ein Ende des Konflikts müsse die Ukraine alle vier von Russland für annektiert erklärten Regionen sowie die Halbinsel Krim an Russland abtreten und außerdem offiziell auf einen NATO-Beitritt verzichten. Die Ukraine nennt diese Bedingungen unannehmbar und fordert ihrerseits zusammen mit ihren europäischen Verbündeten eine bedingungslose 30-tägige Waffenruhe zur Vorbereitung von Friedensverhandlungen. Russland weist dies jedoch mit dem Argument zurück, die sich auf dem Rückzug befindliche ukrainische Armee wolle die Feuerpause nutzen, um sich mit Hilfe westlicher Länder mit neuen Waffen und anderen Rüstungsgütern auszustatten.

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