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UNO beklagt Menschenrechtsverletzungen im Jemen

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Auch Saudi-Arabien wegen Tötung von Zivilisten am Pranger.

Im Bürgerkrieg im Jemen sind nach Angaben der Vereinten Nationen seit März 2015 mindestens 3.799 Zivilisten getötet und 6.711 verletzt worden. Alle beteiligten bewaffneten Gruppierungen hätten sich schwerer Verbrechen an der Bevölkerung schuldig gemacht, sagte der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Raad al-Hussein, am Donnerstag in Genf.

Einem UNO-Lagebericht zufolge leiden 7,6 Millionen Einwohner des armen Landes im Süden der Arabischen Halbinsel an Unterernährung, drei Millionen seien aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Hussein rief zur Einsetzung einer unabhängigen Ermittlungskommission auf.

Willkürliche Angriffe auf Zivilisten

Der Bericht wirft den Konfliktparteien willkürliche Angriffe auf Zivilisten vor. Dazu gehörten Bombardierungen von Wohngebieten, Märkten, Krankenhäusern und Schulen. Zivilisten seien mit Streubomben und Landminen sowie von Heckenschützen getötet worden.

"Die Folgen dieses Konflikts für die Bevölkerung sind verheerend", heißt es in dem UNO-Dokument. "Die internationale Gemeinschaft hat rechtlich und moralisch die Pflicht, Maßnahmen zur Linderung der verzweifelten Notlage der Menschen zu ergreifen."

Im Jemen bekämpfen die vom Iran unterstützten, schiitischen Houthi-Rebellen den international anerkannten Präsidenten Abd-Rabb Mansour Hadi, der wiederum von der saudi-arabischen Luftwaffe unterstützt wird.
 

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