Südsudan

Einstimmiger Beschluss

UNO droht Sudan und Südsudan mit Sanktionen

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Sicherheitsrat: Staaten sollen Feindseligkeiten einstellen.

Die Vereinten Nationen haben dem Sudan und Südsudan mit Sanktionen gedroht, falls die beiden afrikanischen Länder nicht sofort ihre Feindseligkeiten einstellen. Der UNO-Sicherheitsrat verabschiedete am Mittwoch eine Resolution, die "weitere Maßnahmen" androht. Das kann wirtschaftliche Sanktionen, aber auch den Einsatz von UNO-Truppen beinhalten. Der Sudan und Südsudan streiten um die rohstoffreiche Grenzregion. Der Konflikt hatte sich in den in den vergangenen Wochen zugespitzt und wurde zuletzt auch mit Waffen ausgetragen.

Die Resolution wurde einstimmig angenommen, was ihr besonderes Gewicht verleiht. In dem Papier werden beide Seiten aufgefordert "sofort alle Feindseligkeiten einzustellen" und innerhalb von 48 Stunden zu erklären, die Beschlüsse der Afrikanischen Union und des Weltsicherheitsrates zu befolgen. Zudem sollten beide Länder "bedingungslos" ihre Streitkräfte wieder auf das eigene Territorium zurückziehen und keine Rebellengruppen mehr unterstützen.

Der Sudan war bis Juli vergangenen Jahres noch das größte Land Afrikas. Nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg mit Millionen Toten hatten sich der rohstoffreiche und kaum erschlossene "schwarze" Süden aber vom arabisch dominierten Norden getrennt. Es ist aber immer noch unklar, wem die ölreichen Regionen im Grenzgebiet gehören. Anfang April hatte der Südsudan ein wichtiges Ölfeld besetzt, das allgemein als Territorium des Nordens gilt. Daraufhin hatten sudanesische Kampfflugzeuge den Süden bombardiert.

"Beide Länder stehen an der Schwelle zu einem Krieg - und das nach der furchtbaren Erfahrung beider Völker in den letzten Jahrzehnten", sagte US-Botschafterin Susan Rice. In der Region gebe es "eine lange Geschichte von gemachten und von gebrochen Versprechen". Das würden die UN nicht mehr hinnehmen. "Wir stehen bereit, notwendige Sanktionen umzusetzen." Deutschlands Botschafter Peter Wittig nannte die Resolution eine "klare Botschaft" an die beiden Regierungen. Wittig betonte, dass die Afrikanische Union federführend bei der Klärung der Krise sein müsse.
 

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