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Corona-Krise

US-Kriminologe: Werden weniger Massaker haben

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Weil weniger darüber geredet werde, kommt es auch zu weniger Massenerschießungen.

Durch die Coronavirus-Krise könnte es nach Ansicht eines amerikanischen Kriminologen in den USA künftig seltener zu Massakern an Schulen oder öffentlichen Orten kommen. In Zeiten, in denen Schulen, Kinos und öffentliche Plätze geschlossen sind, erscheint diese Annahme logisch. Der Kriminologe von der Northeastern-Universität in Boston, James Alan Fox, erklärt seine Hoffnung aber anders.
 
"Menschen sind ohne Ende besessen von Massenerschießungen. Je mehr wir darüber reden, desto stärker erinnern wir diejenigen, die wütend sind, daran", sagte Fox der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit sei der Fokus auf eine andere Bedrohung gerichtet.
 
Fox zieht eine Parallele zur Entwicklung der Schulmassaker nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Ende der 90er Jahre sei das Thema nach dem Shooting an einer High School in Columbine (Colorado) riesengroß gewesen. 2001 habe der Nachrichtenjournalist Dan Rather die Massaker zur "Epidemie" erklärt. Der 11. September habe eine Zäsur gebracht, macht Fox deutlich. "Als 9/11 passiert ist, haben die Leute aufgehört, über Schulmassaker zu reden", sagte Fox. Es habe nur ein Thema gegeben: den Terrorismus, Al-Kaida, Osama bin Laden. Vier Jahre lang habe sich die Aufmerksamkeit auf eine andere Bedrohung gerichtet. Er habe die Hoffnung, dass die aktuelle Krise einen ähnlichen Effekt haben werde.
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