US-Republikaner beenden Parteitag

Präsident Trump spricht

US-Republikaner beenden Parteitag

Bei Rede will Trump seine Nominierung zum Kandidaten annehmen.

Gut zwei Monate vor der Wahl in den USA haben die Republikaner ihren Parteitag fortgesetzt. Zum Abschluss der viertägigen Veranstaltung spricht am Donnerstagabend vom Südrasen des Weißen Hauses aus US-Präsident Donald Trump. Bei seiner Rede will Trump seine Nominierung zum Kandidaten bei der Wahl am 3. November annehmen.

Die Delegierten hatten Trump zum Auftakt des weitgehend virtuellen Parteitags am Montag einstimmig aufgestellt. Trump (74) zieht gegen Ex-Vizepräsident Joe Biden (77) in die Wahl, den die Demokraten in der vergangene Woche zu ihrem Kandidaten gekürt hatten.

Der viertägige Parteitag wird von Unruhen und Protesten gegen Rassismus überschattet. Auslöser war ein Polizeieinsatz in der Stadt Kenosha im US-Bundesstaat Wisconsin am Sonntag. Dabei wurde dem 29-jährigen Afroamerikaner Jacob Blake in den Rücken geschossen. Beim Republikaner-Parteitag war das Versprechen von "Recht und Ordnung" eine zentrale Botschaft.

Vizepräsident Mike Pence sagte am Mittwoch: "Sie werden nicht sicher sein in Bidens Amerika." Trumps Wahlkampfteam kündigte eine "harte Ansprache" des Präsidenten an. Kommunikationsdirektor Tim Murtaugh sagte am Donnerstag in einer Telefonschaltung mit Journalisten, Trump werde dabei das "linksradikale Programm" Bidens angreifen. Biden sei ein "trojanisches Pferd" der radikalen Linken und ein schwacher Kandidat mit einer politischen Bilanz von "47 Jahren des Scheiterns".

Biden saß von 1973 bis 2009 im US-Senat und war danach Vizepräsident unter Barack Obama. Die Nachrichtenseite Politico veröffentlichte Auszüge aus Trumps Redemanuskript, deren Authentizität Murtaugh bestätigte. "Niemals zuvor haben die Wähler eine deutlichere Wahl zwischen zwei Parteien, zwei Visionen, zwei Philosophien oder zwei Programmen gehabt", heißt es laut Politico im Manuskript.

"Wir haben die letzten vier Jahre damit verbracht, den Schaden, den Joe Biden in den letzten 47 Jahren angerichtet hat, wieder rückgängig zu machen." Überschattet wird der Parteitag auch von Hurrikan "Laura", der am frühen Donnerstagmorgen mit verheerenden Sturmfluten auf die Südwestküste der USA getroffen war. Pence sagte betroffenen Regionen Unterstützung zu. "Wir werden jeden Schritt des Weges in den kommenden Tagen und Wochen mit euch sein."



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