Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach US-Angaben um 45 Tage verlängert werden.
Das teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Freitag auf der Plattform X mit. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht. In Washington verhandelten am Freitag libanesische und israelische Unterhändler. Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei.
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Die bisherige brüchige Waffenruhe gilt seit dem 17. April und würde am Sonntag auslaufen. Die Hisbollah, die sich mit Israel Gefechte liefert, sitzt bei den Verhandlungen nicht mit am Tisch.
Tote und Verletzte bei Kämpfen und Luftangriffe
Der gegenseitige Beschuss zwischen Israel und der Hisbollah wurde jedoch trotz der Waffenruhevereinbarung von beiden Seiten fortgesetzt. Libanesischen Medienberichten zufolge wurden bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon allein am Freitag mehrere Menschen getötet. Dutzende wurden verletzt, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.
Die israelische Armee gab den Tod eines Soldaten bei Kämpfen im Südlibanon bekannt. Am Nachmittag meldete das israelische Militär, eine im Südlibanon gestartete Rakete sei abgefangen worden. Am frühen Abend berichteten israelische Medien über mutmaßliche Drohnen im nordisraelischen Luftraum. Die israelische Armee forderte die Bewohner in mehreren Dörfern im südlichen Libanon zur Flucht auf.
Fast 3.000 Tote im Libanon seit Beginn der Kämpfe
Seit dem Beginn der jüngsten Feindseligkeiten Anfang März wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums in dem Land beinahe 3.000 Menschen getötet.
Die israelische Regierung will vor allem eine dauerhafte Entwaffnung der vom Iran unterstützen Hisbollah durchsetzen. Beirut pocht zunächst auf Deeskalation und einen dauerhaften Waffenstillstand. Eine Normalisierung der Beziehungen hat die libanesische Regierung unter den aktuellen Bedingungen mehrfach ausgeschlossen.