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Vergewaltigungsopfer erhält eine Milliarde Dollar

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Rekord: So viel hat noch nie ein Opfer zugesprochen bekommen.

Hope Cheston (20), die vor rund sechs Jahren vergewaltigt worden ist, hat von einem Gericht eine Milliarde Dollar (rund 850 Millionen Euro) zugesprochen bekommen. Das entschied eine Jury im US-Bundesstaat Georgia.

Von Sicherheitsmann vergewaltigt

Hope war als 14-Jährige von einem Sicherheitsmann missbraucht worden. Sie verließ damals mit ihrem Freund eine Geburtstagsfeier in Jonesboro. Vor dem Wohnhaus fiel der bewaffnete Wachmann Brandon Lamar Zachary (28) über das Pärchen her, bedrohte den Burschen und vergewaltigte das Mädchen auf einem Picknicktisch.

Der Vergewaltiger wurde 2016 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Weil die Mutter des Opfers die Sicherheitsfirma verklagte, bei der Zachary angestellt war, kam es jetzt zu der Sensationsentscheidung. Die Firma "Crime Prevention Agency" hätten den Vergewaltiger nie einstellen dürfen, weil er keine Lizenz gehabt habe. Das Gericht folgte der Argumentation und erklärte die Firma für haftbar.

Dennoch ist die Entschädigungssumme eine Sensation. L. Chris Stewart, der Anwalt von Hope Cheston, ist begeistert: "Von nun an wissen Jurys: Es gibt keine Begrenzung nach oben."

Berufung?

Allerdings ist mehr als fraglich, ob Hope das Geld jemals bekommen wird. Zum einen wird die verurteilte Firma mit ziemlicher Sicherheit in Berufung geben, zum anderen kann sie die Mega-Summe vermutlich niemals aufbringen.

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