Mit Satelliten

VIDEO: Irrer Diktator startete Rakete

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USA: Nordkoreanischer Raketenstart ist hoch provokativ und gefährlich.

Nordkorea hat am Mittwoch gegen internationale Kritik zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Langstreckenrakete gestartet. Die mehrstufige Unha-3-Rakete hob nach südkoreanischen Angaben kurz vor 10.00 Uhr Ortszeit (02.00 Uhr MEZ) im Nordwesten des kommunistischen Staates abund flog über die japanische Insel Okinawa. Die Rakete brachte nach Angaben des Regimes einen Satelliten ins All.Die USA und andere Länder sehen in dem vorher angekündigten Start den verdeckten Test einer Interkontinentalrakete.



Die Regierung in Tokio teilte mit, die Rakete sei von der Westküste Nordkoreas aus in südliche Richtung abgefeuert worden. Das südkoreanische Militär bestätigte den Start. Kurz nach dem Abheben der Rakete berichtete der japanische Fernsehsender NHK, ihre zweite Stufe sei wie geplant vor der Küste der Philippinen ins Meer gestürzt. Es war zunächst nicht klar, ob die dritte Raketenstufe, die den Satelliten trägt, das Weltall erreicht hat.

Die Raketenpläne der kommunistischen Regierung in Pjöngjang sind unter anderem in Japan, den USA, Südkorea und Russland auf scharfe Kritik gestoßen. Die Länder werfen Nordkorea vor, nach Langstreckenraketen zu streben, die Atomsprengköpfe transportieren können. UN-Resolutionen untersagen Nordkorea die Nutzung von Waffentechnologie in der Raumfahrt. Experten gehen davon aus, dass Nordkorea Interkontinental-Raketen entwickelt, die eine Reichweite von mehr 6.700 Kilometern haben und die USA treffen könnten. Im April war ein Raketentest Nordkoreas nach nur wenigen Minuten nach dem Start gescheitert. Der UN-Sicherheitsrat hatte den Start aufs Schärfste verurteilt.

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Spekulation über Probleme
Nordkorea hatte den Start der Langstreckenrakete am 1. Dezember angekündigt - gut zwei Wochen vor der Präsidentenwahl am 19. Dezember in Südkorea. Die Beziehungen zwischen beiden koreanischen Staaten, die seit Ende des Korea-Krieges 1953 formell zwar einen Waffenstillstand, aber keinen Frieden geschlossen haben, sind ein wichtiges Wahlkampfthema in Südkorea. Der Start kam für viele Beobachter dennoch überraschend, da das Regime im Pjöngjang ursprünglich ein Zeitfenster vom 10. bis 22. Dezember angegeben hatte, dieses jedoch am Montag wegen technischer Probleme um eine Woche verlängert. Deshalb war über technische Probleme spekuliert worden.

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