Wegen Selfies: Touristen quälen Schildkröte

Tier erlitt Trauma

Wegen Selfies: Touristen quälen Schildkröte

Am Strand von Libanon fischten Urlauber eine Schildkröte aus dem Wasser.

Um Selfies mit dem Tier zu machen, fischte ein Urlauber am Havana-Beach in der Nähe von Beirut eine Schildkröte aus dem Wasser und präsentierte sie stolz den anderen Strandbesuchern. Diese haben sofort ihr Handy gezückt, um Fotos mit dem Tier zu machen.

Stockschläge

Um ein besonders "schönes" Urlaubsfoto zu machen, wurde sogar ein Kind auf den Panzer der Schildkröte gestellt. Außerdem berichteten Augenzeugen von Stockschlägen auf die Schildkröte.

Vom Aussterben bedroht

Bei der Schildkröte, die für Fotos gequält wurde, soll es sich noch dazu um eine Unechte Karettschildkröte handeln. Diese Art ist vom Aussterben bedroht. Der Nachrichtenseite "greenarea.me" wurden Fotos der Aktion zugespielt. Diese informierte daraufhin die libanesischen Behörden.

Verletzungen

Von Ärzten der Tierschutzorganisation "Animals Lebanon" wurde die Schildkröte schließlich untersucht. "Man kann die Verletzungen klar sehen - durch Schläge erlitt das Tier ein Trauma, Knochen im Kopf waren gebrochen und Seewasser ist in die Nasennebenhöhlen eingedrungen", schreibt "Animals Lebanon" auf seiner Website. Ohne Behandlung wäre das Tier gestorben, doch durch die Antibiotika befindet sich die Schildkröte glücklicherweise auf dem Weg der Besserung.


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