Mindestens 23 Tote bei Brand in Wohnhaus
Mindestens 23 Tote bei Brand in Wohnhaus

Russland

Mindestens 23 Tote bei Brand in Wohnhaus

Das Feuer breitete sich auf einer Fläche von mehr als tausend Quadratmetern aus, eine brennende Zigarette könnte den Brand ausgelöst haben.

Bei einem Brand in einem Wohnhaus im Norden Russlands sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer brach nach Angaben einer Sprecherin des Katastrophenschutzministeriums der Republik Komi in dem Dorf Podjolsk aus. Nur drei Menschen konnten nach vorläufigen Angaben gerettet werden, der Brand war auch Stunden nach dem Ausbruch noch außer Kontrolle.

Das Feuer brach den Angaben zufolge in einem Wohngebäude in dem Dorf Podjolsk aus. Erste Angaben, nach denen es sich um ein Altersheim handelte, wurden von den örtlichen Behörden korrigiert. Es sei ein normales Wohnhaus der Gemeinde gewesen, in dem Menschen aller Altersgruppen lebten, sagte Behördensprecher Konstantin Bobrow nach Angaben der Nachrichtenagentur ITAR-TASS.

Feuer breitete sich auf mehr als tausend Quadratmetern aus
Die Feuerwehr sei schon wenige Minuten nach dem Notruf an Ort und Stelle gewesen, sagte die Sprecherin des Ministeriums für Katastrophenschutz in Komis Hauptstadt Syktywkar. Das Dorf Podjolsk liegt rund hundert Kilometer von Syktywkar entfernt. Dort breitete sich das Feuer den Angaben zufolge auf einer Fläche von mehr als tausend Quadratmetern aus. Ein anderer Ministeriumssprecher sagte einem lokalen Fernsehsender, die Feuerwehr sei erst alarmiert worden, als das ganze Gebäude schon in Flammen gestanden habe. Einem TV-Bericht zufolge war das einstöckige Gebäude aus Holz gebaut.

Wie viele Menschen sich zur Zeit des Brandes in dem Gebäude aufhielten, war zunächst unklar. Der Ministeriumssprecher gab die Zahl der in dem Haus lebenden Menschen mit 26 an. Ein anderer Behördenmitarbeiter sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax hingegen von bis zu 60 Menschen, die möglicherweise im Gebäude waren.

Medwedew ordnet Untersuchung an
Russischen Medienberichten zufolge ordnete Präsident Dmitri Medwedew eine Untersuchung an. Er schickte den Regionalgouverneur von Komi an den Unglücksort. Nach ersten Vermutungen der Ermittler könnte das Feuer durch eine brennende Zigarette ausgelöst worden sein. "Vielleicht hat einer der Mieter seine Zigarette nicht richtig ausgedämpft", sagte Behördensprecher Bobrow. Die Republik Komi ist eine Teilrepublik der Russischen Föderation. Sie liegt im abgelegenen Nordwesten des Landes und reicht bis zum Polarkreis.

Verheerende Brände sind in den oft mangelhaft ausgestatteten kommunalen Gebäuden in Russland keine Seltenheit: In der Region Tula südlich von Moskau starben 2007 mindestens 30 Menschen bei einem Brand in einem Altersheim. Ende 2006 kamen bei einem vermutlich durch Brandstiftung entfachten Feuer in einem Entzugszentrum für Drogenkranke 45 Frauen ums Leben.

Foto: (c) Reuters

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