15 Wagons entgleist

Doch weniger Tote bei Zugsunglück in Pakistan

Im Zug befanden sich über 1.000 Fahrgäste als 15 der 17 Wagons entgleisten. 250 Menschen wurden verletzt.

Nach dem schweren Zugsunglück in Pakistan hat die Bahn die Zahl der Opfer nach unten korrigiert. 35 Menschen hätten bei der Entgleisung des Schnellzugs in der Nacht zum Mittwoch ihr Leben verloren, sagte ein Bahn-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag.

Zuvor hatte es geheißen, 45 Menschen seien gestorben; die Armee hatte sogar von 50 Toten gesprochen. Diese Zahlen seien Schätzungen gewesen, sagte der Bahnvertreter. Rund 250 Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt, zehn von ihnen befänden sich in kritischem Zustand. Die Unglücksursache war zunächst unklar, ein Bahnvertreter schloss Sabotage jedoch aus.

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Die pakistanische Armee hilft bei der Bergung der Opfer.
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In den Trümmern eingeschlossen
Vermutlich sei der Unfall durch einen Schaden an den Gleisen ausgelöst worden, sagte der Bahn-Manager, Asad Saeed. Ein angeschweißtes Verbindungsstück am Gleis sei zerborsten.

Die Rettungskräfte bemühten sich darum, Menschen aus den Trümmern zu befreien. Die meisten der Waggons waren bei dem Unfall entgleist und hatten sich ineinandergeschoben. Vier der insgesamt 17 Waggons wurden einem Bahnmitarbeiter zufolge vollständig zerstört. Eingeschlossene Passagiere riefen aus den Trümmern um Hilfe. Mit einem Sonderzug wurden zusätzliche Rettungskräfte und Bergungsgerät zu der Unglücksstelle rund 230 Kilometer nördlich der Küstenstadt Karachi gebracht.

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Vermutlich wurde der Unfall durch einen Schaden an den Gleisen ausgelöst.
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Die umliegenden Krankenhäuser stießen angesichts der vielen Verletzten an die Grenzen ihrer Kapazitäten. "Unser Krankenhaus verfügt nur über zwölf Betten, und es sind Dutzende und Aberdutzende Verletzte", sagte ein Arzt im nahe gelegenen Mahrabpur.

1.000 Reisende vor Feiertag unterwegs
Das Unglück ereignete sich um etwa 02.30 Ortszeit. Die meisten Passagiere waren wegen eines bevorstehenden muslimischen Fests unterwegs.

Zuvor war von weniger Toten die Rede gewesen. "Es sind noch rund 20 Menschen unter einem Waggon eingeschlossen", sagte jedoch Eisenbahnsprecher Mohammed Ali Chachar. "Wir glauben, dass diese 20 tot sind." Dem widersprach ein örtlicher Polizeioffizier. Mindestens vier Menschen unter dem zerstörten Wagen seien noch am Leben. "Ich habe selbst mit ihnen gesprochen", sagte Abdulhadi Bullo der Deutschen Presse-Agentur

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