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"Menschliche Fehleinschätzung" als Ursache für Stromausfall

Der Faktor Mensch haben nach Erkenntnissen des Energiekonzerns E.ON die europaweiten Stromausfälle vom 4. November ausgelöst.

Das ist das Ergebnis eines Berichts, den E.ON Energie am Mittwoch der Bundesnetzagentur in Bonn vorgelegt hat. Technische Fehlfunktionen wurden demnach nicht festgestellt. Eine unzureichende Instandhaltung oder mangelnde Investitionen könnten damit als Ursache ausgeschlossen werden.

Der Stromausfall war eine halbe Stunde nach der Abschaltung einer Höchstspannungsleitung über die Ems aufgetreten, die einem Kreuzfahrtschiff die Durchfahrt ermöglichen sollte. Vor dieser planmäßigen Abschaltung nahmen Mitarbeiter der Netzleiststelle den Angaben zufolge fälschlicherweise an, dass auch beim Ausfall einer weiteren Leitung eine Überlastung des Netzes ausgeschlossen sei. Rund 30 Minuten später traten dann Überlastungen bei einer anderen Hochspannungsleitung auf, deren Ursache laut Eon bisher ungeklärt ist.

Bei dem gigantischen Blackout waren Teile der kontinentaleuropäischen Stromversorgung für eine knappe Stunde ausgefallen. Betroffen waren etwa zehn Millionen Menschen. Führende Politiker hatten den grossen Energiekonzernen daraufhin vorgeworfen, nicht genügend in die Wartung und den Ausbau ihrer Netze zu investieren.



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