radioaktiv

Kongo

Mitarbeiter wegen Atommüll-Skandal festgenommen

Nach der Entdeckung von 17 Tonnen Atommüll in einem Fluss im Südkongo ist ein Regierungsmitarbeiter festgenommen worden.

Er werde verdächtigt, die Entsorgung des radioaktiven Materials angeordnet zu haben, erklärte Umweltminister Didace Pembe am Freitag. Die Ermittlungen dauerten an. Der Müll gehört Pembe zufolge einem chinesischen Unternehmen, das die Abladung im Fluss Likasi aber nicht selbst beantragt hat.

Kein Trink- und Badewasser
Anrainer seien über den Rundfunk aufgefordert worden, das Wasser des Likasi nicht als Trink- oder Badewasser zu nutzen. Das radioaktive Material wurde nach Behördenangaben am Montag in dem Fluss entdeckt, unweit von Shinkolobwe, wo das Uran abgebaut wurde, das von den USA für die Ende des Zweiten Weltkriegs auf Japan abgeworfenen Atombomben verwendet wurde. Der wichtigste Schacht in Shinkolobwe wurde in den 1960er Jahren geschlossen, allerdings wird in der Region weiterhin Uran gefunden, und trotz einer offiziellen Anweisung arbeiten noch immer tausende Bergleute dort.



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