Die russischen Behörden drosseln das mobile Internet im Land zunehmend - nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen.
Alles geschehe in strenger Übereinstimmung mit dem Gesetz, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge, als er auf die seit Tagen anhaltenden Netzprobleme in Moskau angesprochen wurde. "Ich denke, die Bürger sollten hier keinen Zweifel haben, dass das Wichtigste die Gewährleistung der Sicherheit ist".
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Die Abschaltung und Beschränkungen seien wegen der ukrainischen Angriffe nötig. Zur Länge der systematischen behördlichen Einschränkungen machte Peskow keine Angaben. Sie würden so lange anhalten wie nötig, sagte er nur.
Viele digitale Möglichkeiten gestört - Verluste für Geschäftsleute
Anlass der Frage waren die - nach Problemen in der russischen Provinz - seit knapp einer Woche auch in einer ganzen Reihe von Moskauer Stadtbezirken anhaltenden Schwierigkeiten mit dem mobilen Internet.
Viele, inzwischen zum Alltag der Moskauer gehörende digitale Möglichkeiten sind dadurch gestört - so muss an vielen Kassen wieder bar bezahlt werden. Apps etwa für Fitnesszentren, Banken, Kurierdienste oder Taxis funktionieren nicht. Messenger wie WhatsApp oder Telegram für die Kommunikation mit Freunden und Verwandten sind gestört. Die Verluste für Geschäftsleute belaufen sich Schätzungen zufolge täglich auf Dutzende Millionen Euro.
Zuletzt hatten die russischen Behörden den Internetzugang der Russen immer weiter eingeschränkt. Youtube-Videos sind praktisch nicht mehr aufrufbar, Anrufe per WhatsApp oder Telegram inzwischen nur noch mit einem Virtual Private Network (VPN) möglich. Der Geheimdienst FSB hat das Recht erhalten, das Internet nach eigenem Gutdünken in bestimmten Regionen auch vollständig abzuschalten.