Erste Tote gemeldet

Todes-Hitze: Europa erlebt Rekord-Mai

Ungewöhnlich hohe Temperaturen setzen derzeit weiten Teilen Europas zu. Besonders in Frankreich, Spanien und Großbritannien klettert das Thermometer auf Werte, die für Mai bislang kaum vorstellbar waren. In Frankreich gibt es bereits mehrere Todesfälle im Zusammenhang mit der Hitze. 

Vor allem Westeuropa erlebt aktuell außergewöhnlich hohe Temperaturen. In Frankreich wurden in hunderten Orten neue Höchstwerte für den Monat Mai registriert. Im Südwesten des Landes stieg die Temperatur regional auf mehr als 37 Grad, deutlich über den sonst üblichen Werten für diese Jahreszeit.

Auch in Großbritannien wurden historische Werte gemessen. In London war es so heiß wie noch nie zuvor in einem Mai. Meteorologen registrierten zudem ungewöhnlich warme Nächte.

Frankreich meldet erste Todesfälle

Die Hitze zeigt bereits Folgen. Französische Behörden sprechen von sieben Todesfällen, die direkt oder indirekt mit den hohen Temperaturen zusammenhängen sollen. Neben Badeunfällen starben Berichten zufolge auch Menschen bei Sportveranstaltungen, erkärte Regierungssprecherin Maud Bregeon im Fernsehsender TF1. Die Regierung warnte deshalb eindringlich vor den Gefahren der Hitzewelle und rief besonders ältere Menschen und Risikogruppen zur Vorsicht auf., erer

Spanien steuert auf 40 Grad zu

Besonders heiß dürfte es in den kommenden Tagen in Spanien werden. Regional könnten die Temperaturen laut Prognosen an die 40-Grad-Marke heranreichen. Zusätzlich warnen Experten vor sogenannten tropischen Nächten, in denen es selbst nach Sonnenuntergang kaum noch abkühlt.

Warum Europa derzeit so schwitzt

Meteorologen machen eine sogenannte „Hitzeglocke“ für die Wetterlage verantwortlich. Dabei sorgt ein stabiles Hochdruckgebiet dafür, dass heiße Luft aus Nordafrika nach Europa gelangt und über mehreren Ländern nahezu feststeckt. Die Folge: Die Temperaturen steigen tagelang an, während kühlere Luft kaum nachkommt.

Nach derzeitigen Prognosen dürfte die extreme Wärme zumindest bis zum Wochenende anhalten. Erst danach könnte sich die Wetterlage langsam verändern und stellenweise kühlere Luft nach Europa bringen. Ob es tatsächlich zu einer spürbaren Entlastung kommt, ist derzeit allerdings noch offen.

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