Pünktlich zum Pfingstwochenende erreicht Österreich die erste Hitzewelle des Jahres. Ein extrem starkes Hochdruckgebiet sorgt für hochsommerliche Temperaturen von bis zu 33 Grad im ganzen Land.
Nach einem bisher eher durchschnittlichen Mai dreht das Wetter jetzt so richtig auf. In vielen Regionen werden von Sonntag bis Dienstag Temperaturen von über 30 Grad erwartet.
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Verantwortlich dafür ist ein außergewöhnlich starkes Hochdruckgebiet über West- und Mitteleuropa, das zunehmend sehr warme Luft ins Land pumpt und für hochsommerliche Bedingungen sorgt. Schon am Samstag wurde im Westen die erste 30-Grad-Marke des Jahres geknackt: Die Wetterstation in Haiming im Tiroler Oberinntal meldete erstmals heuer exakt 30 Grad.
Rekordwerte in den Bergen
Laut den aktuellen Prognosen klettern die Temperaturen von Sonntag bis Dienstag vielerorts auf 30 bis 33 Grad. Vor allem im Westen und Süden könnten lokal sogar vier Hitzetage am Stück erreicht werden, wobei die Hitze im Süden teils noch bis Mittwoch anhält. Auch in den Alpen wird die ungewöhnliche Wärme deutlich spürbar: Die Nullgradgrenze steigt laut Prognose bis Dienstag auf knapp über 4.000 Meter an. Von einer Hitzewelle sprechen Meteorologen übrigens, wenn an mindestens drei Tagen in Folge Temperaturen von 30 Grad oder mehr erreicht werden. Genau dieses Szenario zeichnet sich nun in vielen Niederungen ab.
Historische Dimensionen in Wien
Besonders außergewöhnlich wäre diese Serie heißer Tage in den Landeshauptstädten. In Wien-Döbling wurden seit dem Jahr 1872 überhaupt erst zweimal drei Hitzetage im Mai registriert – und nur ein einziges Mal davon an drei Tagen hintereinander, nämlich im Jahr 2005. An der Messstation Hohe Warte könnte es damit erst zur zweiten Hitzewelle im Mai der gesamten Messgeschichte kommen. Neben den heißen Tagen werden auch die Nächte ungewöhnlich warm. In dicht verbauten Gebieten wie der Wiener Innenstadt ist sogar die erste Tropennacht des Jahres möglich. Dabei sinkt die Temperatur nachts nicht unter 20 Grad. Noch früher im Jahr wurde das in Wien nur in den Jahren 1996 und 2007 beobachtet.
Große Sorge wegen Trockenheit
Die aktuelle Wetterlage verschärft zudem die ohnehin anhaltende Trockenheit im Land. Österreichweit fiel im Frühling 2026 bislang nur etwa die Hälfte des üblichen Niederschlags. Besonders betroffen von diesem Defizit sind der Norden des Landes und das östliche Bergland. An 191 von insgesamt 246 Wetterstationen könnte der Frühling 2026 laut den aktuellen Daten sogar zu den trockensten seit Beginn der Messungen zählen.