Wettlauf zum Mond

NASA enthüllt Plan für dauerhafte Mondstation

Die NASA treibt ihre Pläne für eine langfristige Präsenz auf dem Mond weiter voran. Die US-Raumfahrtbehörde präsentierte nun neue Details zu ihrem Prestigeprojekt und machte klar: Die Vereinigten Staaten wollen dauerhaft auf dem Erdtrabanten vertreten sein. 

Bei der Vorstellung der neuen Strategie betonte die NASA, dass die Vereinigten Staaten langfristig auf dem Mond aktiv bleiben wollen. Die Botschaft fiel deutlich aus: Man sei „gekommen, um zu bleiben“, hieß es auf der Veranstaltung.

Die geplante Mondstation soll schrittweise aufgebaut werden. In einer ersten Phase stehen unbemannte Missionen im Mittelpunkt, die Technik testen und wichtige Vorarbeiten leisten sollen. Bereits in diesem Jahr sind mehrere Flüge vorgesehen. 

Bereits in den kommenden Jahren sollen mehrere Flüge starten. Ziel ist es, wichtige Infrastruktur aufzubauen und Erfahrungen für spätere bemannte Einsätze zu sammeln.

Rover und Drohnen bereiten Mond vor

Bevor Menschen dauerhaft auf dem Mond leben könnten, sollen Maschinen die Vorarbeit leisten. Geplant sind unter anderem Rover und Drohnen, die das Gelände untersuchen, Daten sammeln und technische Geräte installieren.

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Auch wissenschaftliche Instrumente und Kameras sollen bereits früh auf dem Mond platziert werden, um die Umgebung besser zu erforschen.

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Mond-Südpol im Fokus

Ein zentraler Standort der künftigen Mondstation soll der Südpol des Mondes sein. Dort vermuten Forscher größere Eisvorkommen, die langfristig entscheidend sein könnten, etwa für Wasser, Sauerstoff oder Treibstoffproduktion. In späteren Ausbauphasen denkt die NASA auch an Energieversorgung durch Solaranlagen und sogar kleine Reaktoren. Ganz ohne Skepsis werden die ambitionierten Ziele allerdings nicht gesehen. Der Mondforscher Simeon Barber sagte laut BBC, die NASA stehe unter Zugzwang: Die Behörde sei wohl „in einer Lage, in der sie anfangen muss, über Pläne zu reden“. Dahinter stecke aus seiner Sicht „eine Menge politischer Druck“.

Konkurrenzdruck durch China wächst

Hinter den ehrgeizigen Plänen steckt auch geopolitischer Druck. China verfolgt eigene Mondmissionen und will ebenfalls Menschen auf die Mondoberfläche bringen. Experten sehen darin einen neuen Wettlauf ins All. Barber hält es deshalb sogar für möglich, dass die USA nicht als Erste am Ziel sind: „Es würde mich überhaupt nicht überraschen, wenn China zuerst dort wäre.“

Die Raumfahrtbehörde setzt zunehmend auf private Unternehmen. Mehrere Firmen sollen Technik für Landungen, Transport und Versorgung entwickeln. Die Botschaft der USA ist klar: Der Mond soll nicht nur besucht, sondern langfristig genutzt werden.

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