Ein Mann hat bei 35 Firmen Waren und Dienstleistungen geordert, indem er Namen und Adresse seines ungeliebten Nachbarn angab.
Mit einer wahren Flut falscher Bestellungen hat ein Mann aus Schleswig-Holstein seinen Nachbarn beinahe in den Wahnsinn getrieben. Bei 35 Firmen hatte der Bewohner eines Mehrfamilienhauses Waren und Dienstleistungen geordert, indem er Namen und Adresse seines ungeliebten Nachbarn angab. Ein Gericht verurteilte die Nervensäge wegen Betrugs und fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe.
Nervosität und Schlafstörungen
Dem Opfer sollte mehrmals Heizöl geliefert werden, ein Recyclingbetrieb wollte seine Couch abholen, ein Sanitär-Notdienst klingelte wegen angeblich verstopfter Toiletten - und einmal kippte ein Laster eine komplette Ladung Kies auf sein Grundstück. Nicht bewiesen werden konnte im Prozess der Vorwurf, einmal sei sogar der Pfarrer zur letzten Ölung erschienen. Der Geplagte musste sich wegen Nervosität und Schlafstörungen monatelang mit Psychopharmaka behandeln lassen.