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Kraftwerksunfall

Russen finden Bekennerbrief "idiotisch"

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Tschetschenische Rebellen behaupten, es habe sich um einen Anschlag gehandelt.

Bei dem Unglück im größten russischen Wasserkraftwerk soll es sich nach Angaben tschetschenischer Rebellen um einen Anschlag gehandelt haben. Die Aufständischen bekannten sich am Freitag auf einer Internetseite zu dem angeblichen Attentat. "Hoch lebe Allah", hieß es in dem Bekennerschreiben der Rebellen. Die russische Regierung hat das zurückgewiesen. Die Behauptung, es handle sich bei dem Unglück vom vergangenen Montag um einen Anschlag, sei "idiotisch", sagte ein Regierungsvertreter am Freitag in Moskau. Die Staatsanwaltschaft erklärte, an dem Unglücksort seien bisher keine Spuren von Sprengstoff gefunden worden. Auch Experten äußerten ihre Zweifel daran, dass tschetschenische Rebellen zu einem solchen Anschlag in der Lage seien.

"Es ist uns gelungen, in der Maschinenhalle eine Panzergranate mit einem Zeitzünder zu platzieren. Deren Detonation hat mehr Schaden angerichtet, als wir je zu hoffen wagten", heißt es in dem Schreiben. Der Anschlag sei Teil einer neuen Strategie von Angriffen auf Ziele der russischen Wirtschaft.

Bei dem Vorfall im Wasserkraftwerk am Staudamm Sajano Schuschenskaja waren am Montag vermutlich mehr als 70 Menschen getötet worden. Bisher sind 14 Leichen geborgen worden, über 60 Kraftwerksmitarbeiter werden noch vermisst. Nach offiziellen Angaben war Wasser in eine etwa 100 Meter lange Turbinenhalle eingedrungen. Die Anlage stammt noch aus Sowjet-Zeiten.

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