Schwere Unwetter haben in Süditalien massive Schäden verursacht und zahlreiche Rettungseinsätze ausgelöst.
Besonders betroffen sind die Regionen Abruzzen, Molise und Apulien, für die teilweise die höchste Warnstufe ausgerufen wurde. Nach tagelangen Regenfällen stürzte eine Brücke über den Fluss Trigno an der Grenze zwischen Abruzzen und Molise ein.
Verletzt wurde niemand, da die Straße zuvor vorsorglich gesperrt worden war. Die wichtige Verkehrsverbindung zwischen den beiden Regionen ist jedoch unterbrochen. In Apulien retteten Einsatzkräfte mehr als 50 Autofahrer sowie rund 40 Menschen aus landwirtschaftlichen Betrieben und abgelegenen Häusern, wie Medien am Donnerstag berichteten. Vielerorts standen Straßen, Wohnungen und Keller unter Wasser. Besonders kritisch bleibt die Lage in der Provinz Foggia, wo Flüsse über die Ufer traten und die Wasserstände weiter steigen.
In den Abruzzen kam es zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Evakuierungen. Der Bahnverkehr wurde in mehreren Abschnitten eingestellt. In der Basilikata musste nach einem Erdrutsch ein Wohngebäude teilweise geräumt werden. Die italienische Zivilschutzbehörde meldete weiterhin zahlreiche kritische Situationen durch Hochwasser, unterbrochene Verkehrswege und überlastete Infrastruktur. Einsatzkräfte und freiwillige Helfer sind im Dauereinsatz. Weitere Niederschläge werden erwartet.