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Bushs Erbe

USA: UN-Experte fordert Folter-Aufklärung

Die USA seien "verpflichtet, jeden Fall zu prüfen".

Ein UN-Experte hat von den USA eine lückenlose Aufklärung von Folterfällen während der Amtszeit von Präsident George W. Bush gefordert. Sowohl die Täter als auch ihre Vorgesetzten, die die Befehle gaben, sollten verfolgt werden, sagte der neue Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Folter, Juan Ernesto Mendez, am Dienstag. "Die USA sind verpflichtet, jeden Folterfall zu prüfen", sagte Mendez. Eine frühere Untersuchung durch einen US-Sonderermittler bezeichnete der 65-jährige Juraprofessor als mangelhaft.

Folter-Sonderberichterstatter will nach Guantanamo

Mendez will in den Irak reisen, um den Misshandlungsvorwürfen gegen die Koalitionstruppen nachzugehen. Die Internet-Plattform Wikileaks hatte zuletzt entsprechende US-Geheimdokumente veröffentlicht. Mendez plant zudem einen Besuch im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba, wenn er mit Gefangenen alleine sprechen darf. Mendez ist der fünfte UN-Sonderbeauftragte für Folter in den vergangenen 25 Jahren und seit zwei Wochen im Amt. Er war selbst Opfer von Misshandlungen während der Militärdiktatur in Argentinien in den 1970er Jahren.
 



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