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Deutschland

Anschlag auf Eröffnungsspiel der WM 2006 vereitelt

Offenbar wurde die Öffentlichkeit bewusst nicht informiert, um Panik zu verhindern. Ein islamischer Extremist hatte sich auffällig verhalten.

Ein möglicherweise geplanter Anschlag während des Eröffnungsspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in München ist nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann von den Behörden vereitelt worden. Man habe die Öffentlichkeit damals bewusst nicht informiert, um Panikreaktionen zu vermeiden, sagte der derzeit in den USA weilende Politiker dem Sender n-tv in Washington.

Der Sprecher des bayerischen Innenministeriums, Karl Scheufele, sagte n-tv, ein einzelner Mann, der dem "islamistischen Extremismus zuzurechnen" sei, habe sich damals im Bereich der Allianz-Arena in München auffällig verhalten. Daraufhin habe ihn die Polizei intensiv überprüft. Im Laufe dieser Überprüfungen habe der Mann - anscheinend unter dem Eindruck der Nachforschungen - Deutschland verlassen.

Wenige Monate nach der WM hatte es bereits Berichte gegeben, wonach zwei Bombenanschläge während des Turniers geplant worden seien. Demnach wollten die sogenannten "Kofferbomber", die im Sommer 2006 Anschläge auf zwei Regionalzüge in Nordrhein-Westfalen verüben wollten, ihre Attentate ursprünglich bereits während des Sportereignisses verüben.

Ein Zeuge des Bundeskriminalamts in dem Prozess bestätigte später die Pläne. Einer der Beschuldigten trug bei der Vorbereitung des fehlgeschlagenen Anschläge auf die Züge ein Trikot mit der Nummer des deutschen Fußball-Nationalelf-Kapitäns Michael Ballack.

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