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Kehrtwende

Auch Russland verzichtet auf Raketen

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Nach dem Verzicht auf die Raketenabwehr in Europa sind die Republikaner sauer auf den US-Präsidenten.

Republikaner im US-Kongress haben Donnerstag das Einlenken von Präsident Barack Obama bei der Raketenabwehr scharf kritisiert. Sie warfen ihm vor, gegenüber Russland eingeknickt zu sein. Obama hatte den Verzicht auf einen Langstreckenraketen-Schutzschild in Mitteleuropa bekanntgegeben.

Stattdessen wollen die USA ein moderneres und kostengünstigeres Mittel-und Kurzstreckensystem aufbauen. Moskau hatte sich vehement gegen die ursprünglichen Pläne gewandt, die auf Obamas republikanischen Vorgänger George W. Bush zurückgingen.

Kapitulation vor Russland
"Die Regierung kapituliert vor russischen Forderungen, belohnt Russland für dessen spalterische Politik und Aktionen", sagten der Abgeordnete Howard McKeon und andere Republikaner. Das Weiße Haus wies die Vorwürfe zurück.

Keine russischen Raketen
Nach dem Verzicht der USA hat auch Russland endgültig seinen Plan zur Stationierung von Iskander-Raketen in seiner Exklave Kaliningrad aufgegeben. Moskau hatte mit der Stationierung gedroht, sollte Washington an seinen Plänen zum Bau eines Raketenabwehrsystems in Polen und Tschechien festhalten. Den Verzicht der USA hatte Russlands Präsident Dmitri Medwedew am Donnerstag begrüßt. Er sprach von einer "verantwortungsvollen Entscheidung", die "gute Voraussetzungen" für eine US-russische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Raketenabwehr schaffe.

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