Silvio Berlusconi

Nach Skandalen

Berlusconi will 2013 nicht mehr kandidieren

Der italienische Regierungschef zieht einen Schlussstrich.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi will nach Ende seiner Amtszeit 2013 nicht erneut für den Posten des Premiers kandidieren. "Der Premierkandidat der Mitte-Rechts-Allianz wird Justizminister Angelino Alfano sein. Wenn ich könnte, würde ich schon heute gehen", erklärte der 74-jährige Ministerpräsident im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica" am Freitag.

Berlusconi sagte, dass er auch nach Ende seiner Amtszeit nicht die italienische Politik verlassen werde. Er werde Alfanos Kandidatur unterstützen und sich um den Aufbau einer europäischen Volkspartei in Italien bemühen. "Mit 77 Jahren kann man nicht mehr Premier sein", sagte Berlusconi.

Kein Interesse am Präsidentenamt
Der Medienzar bestritt, dass er 2013 seine Kandidatur für das Amt des Staatspräsidenten einbringen werde, wie in Rom spekuliert wird. "Ich habe kein Interesse, zum Präsidenten aufzurücken", sagte Berlusconi. Als Kandidat für die Nachfolge von Präsident Giorgio Napolitano im Jahr 2013 schlug Berlusconi seine "rechte Hand", Staatssekretär Gianni Letta, vor.

Berlusconi übte Kritik an seinem Wirtschaftsminister Giulio Tremonti. "Ich halte ihn aus, weil ich ihn schon seit langer Zeit kenne. Er denkt, er ist ein Genie und dass alle anderen Trottel sind. Das ist sein Charakter", so der Premier.

Berlusconi stieg 1994 in die Politik ein. In diesem Jahr wurde er mit seiner Mitte-Rechts-Partei "Forza Italia" erstmals zum Premier gewählt. Im Jahr 2008 wurde Berlusconi zum dritten Mal italienischer Regierungschef.
 

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