Bin Laden kritisiert Araber scharf

Neue Botschaft

Bin Laden kritisiert Araber scharf

Ein neues Tonband von Terrorfürst Bin Laden ist aufgetaucht. Er wirft den arabischen Staaten vor, die Palästinenser zu vernachlässigen.

Al-Kaida-Chef Osama bin Laden hat den arabischen Staaten in einer neuen Botschaft vorgeworfen, die Palästinenser zu vernachlässigen. Die arabischen Führer hätten die Palästinenser geopfert, um ihre eigene Macht nicht zu gefährden, sagte er einer Audio-Botschaft zufolge. Sie wurde am Sonntag auf einer Website veröffentlicht, die von den Anführern der Terrororganisation immer wieder für ihre Erklärungen genutzt wird.

Die arabischen Staatsmänner bezeichnete er als "Handlanger der Kreuzritter". Sie seien wie "Wölfe" die eine Schafsherde, die arabische Bevölkerung, ausbeuteten. "Jeden Tag wünscht sich die Herde, die Wölfe würden aufhören, sie zur Beute zu machen", sagte Bin Laden.

Blockade des Gazastreifens brechen
Gleichzeitig rief er besonders die ägyptischen Muslime auf, die Blockade des Gazastreifens zu brechen. Sie seien die einzigen, die nahe an der Grenze seien und damit gegen die Blockade kämpfen könnten. "Jeder von uns ist verantwortlich für den Tod unserer ungeschützten Menschen im Gaza, wo schon zahlreiche wegen der Blockade ums Leben gekommen sind", sagte Bin Laden.

Al Kaida hat den arabischen Staaten bereits zuvor mangelnden Einsatz für die Palästinenser vorgeworfen. Seit der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen im vergangenen Juni ist das Gebiet von Israel und Ägypten abgeriegelt worden, was die Armut dort noch drastisch verstärkt hat. Im Gazastreifen leben rund 1,4 Millionen Palästinenser.

Die Terrororganisation hatte die Audio-Botschaft zuvor als "mächtige Rede an die islamische Nation" angekündigt. Zuletzt hatte sich Bin Laden am Freitag zu Wort gemeldet und in einer Audio-Botschaft Israel mit weiteren Anschlägen gedroht. Der jüdische Staat feierte in diesen Tagen den 60. Jahrestag seiner Gründung.

Die islamistische Website wird von Al Kaida zwar benutzt, doch lässt sich die Authentizität der Botschaft nur schwer überprüfen.

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