George Bush: Hamas ist universalschuldig

Nahost

Bush hat noch Hoffnung auf Nahost-Vertrag

Eine Woche vor seiner Reise in den Nahen Osten hat sich US-Präsident George W. Bush optimistisch über einen Erfolg der Friedensverhandlungen geäußert.

"Ich habe noch immer die Hoffnung, dass wir eine Vereinbarung noch vor dem Ende meiner Präsidentschaft erreichen", sagte Bush am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Washington. Er warf der radikal-islamischen Hamas vor, die Bemühungen mit ihren Raketenangriffen auf südisraelische Städte zu torpedieren.

Feindbild Hamas
Die Extremisten versuchten, die Lage zu destabilisieren und Chaos zu stiften, sagte Bush. "Sie sind ein großes Problem für den Weltfrieden und für den Frieden im Nahen Osten", sagte er. "Deswegen rede ich nicht mit ihnen."

Der frühere US-Präsident Jimmy Carter hatte es zuletzt als großen Fehler bezeichnet, die Hamas nicht an den Friedensgesprächen zu beteiligen. Die Bewegung, die im Sommer vergangenen Jahres die Kontrolle über den Gazastreifen an sich gerissen hat, kämpft für eine Zerstörung Israels und lehnt bisherige Nahost-Vereinbarungen ab. Sie wird von den USA und der EU boykottiert.

Bush reist aus Anlass des 60. Gründungstages Israels in der kommenden Woche zum zweiten Mal in diesem Jahr in den Nahen Osten. Er hat im November mit der Nahostkonferenz in Annapolis eine neue Runde von Friedensgesprächen angestoßen, die jedoch inzwischen ins Stocken geraten sind. Bush scheidet im Jänner 2009 aus dem Amt.

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