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Bubenüberschuss

China will Abtreibung aufgrund des Geschlechts verbieten

Die ein-Kind-Politik Chinas verschärft die Situation. Mittlerweile herrscht ein starker Bubenüberschuss in der Volksrepublik.

China plant schärfere Gesetze gegen Abtreibungen, die aufgrund des Geschlechts des Kindes vorgenommen werden. Diese hätten die Zahl der geborenen Buben in den vergangenen Jahren in die Höhe schnellen lassen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Die Regierung wolle künftig Eltern und Ärzte bestrafen, wenn diese eine Abtreibung wegen des weiblichen Geschlechts des Babys veranlassten. Abtreibungen, die durch das Geschlecht des Kindes motiviert sind, sind in China bereits verboten. Allerdings legen die bestehenden Gesetze noch keine genauen Strafen fest.

Drei Buben auf zwei Mädchen
Die Situation wird durch Chinas Ein-Kind-Politik verschärft. Gemäß der 1980 eingeführten Regel dürfen Familien in der Stadt ein Kind bekommen, Familien auf dem Land dürfen zwei Kinder haben, wenn das erste ein Mädchen ist. In einigen Regionen Chinas haben Abtreibungen wegen des Geschlechts nach Angaben von Xinhua dazu geführt, dass auf zwei Mädchen statistisch mehr als drei Buben kommen.

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