Darum durfte VdB nicht vor der UNO reden

Der CO2-Ausstoß des VdB-Fluges berechnet

Darum durfte VdB nicht vor der UNO reden

Insgesamt durften Sprecher von 60 der 193 Länder Reden halten. Da Österreich nicht nachweisen konnte, dass aktiv an Klimamaßnahmen gearbeitet werde, durfte Bundespräsident Van der Bellen nicht ans Rednerpult.

Der von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres einberufene Klimagipfel in New York drehte sich vor allem um das Ziel einer CO2-Neutralität sämtlicher UN-Staaten bis zum Jahr 2050. Guterres gab im Vorfeld bereits bekannt, dass nur jene Vertreter von Staaten ans Rednerpult dürften, die neue Klimapläne präsentieren konnten. Österreich zählte nicht dazu, verpflichtete sich aber – wie auch 65 andere Länder – bis zum Jahr 2050 die CO2-Neutralität zu erreichen. Somit soll bis dato nicht mehr Kohlenstoffdioxid ausgestoßen, als gleichzeitig abgebaut werden kann. Und: Wie viel CO2 produzierte VdB mit seinem Flug zum Klimagipfel? – oe24 rechnete nach.
 

Van der Bellen: "Österreichischer Beitrag soll verdreifacht werden!"

 
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich Forderungen nach einer deutlichen Erhöhung des österreichischen Beitrags zum Green Climate Fund (GCF) angeschlossen. "Nicht von heute auf morgen, aber das sehe ich auch so", sagte Van der Bellen am Montagabend in der ZiB2 des ORF auf die Frage, ob der österreichische Beitrag verdreifacht werden solle.
 
 
Video zum Thema: Bundespräsident Van der Bellen fordert mehr Klimaschutz
 
 
"Ja, ich glaube auch, dass die 30 Millionen (Euro), die wir vorläufig für den Green Climate Fund zugesagt haben, nur der erste Schritt sein kann", sagte Van der Bellen, der beim UNO-Klimagipfel in New York gemeinsam mit weiteren Staatspräsidenten eine Initiative für eine besonders ambitionierte Klimapolitik lanciert hat.
 
Wenn man den österreichischen Beitrag zum GCF pro Kopf rechne, "dann sind wir natürlich noch weit von dem Maßstab, den wohlhabende europäische Länder setzen, entfernt", stimmte Van der Bellen in die Kritik von Umweltschützern an der von der früheren Bundesregierung beschlossenen Dotierung ein. Die Kritiker verweisen darauf, dass Deutschland 1,5 Milliarden Euro in den Fonds einzahlt, was umgelegt auf Österreich 160 Millionen Euro wären. Das nach der Bevölkerungszahl mit Österreich vergleichbare Schweden zahlte 581 Millionen US-Dollar ein, die Schweiz 100 Millionen Dollar.
 
Die Gründung des Green Climate Fund wurde von 194 Staaten bei der Klimakonferenz 2010 in Cancun in Mexiko beschlossen. Ab 2020 sollen jährlich 100 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Quellen dafür bereitstehen, um Klimamaßnahmen in Entwicklungsländern zu finanzieren. Die Übergangsregierung hat die ursprüngliche österreichische Dotierung von 26 Millionen Euro um vier Millionen erhöht, will weitergehende Maßnahmen aber der nach der Nationalratswahl zu bildenden Regierung überlassen.
 

CO2-Ausstoß des VdB- & Bierlein-Fluges

 
Laut myclimate.org werden bei Hin- und Rückflug von 2 Personen (First Class) von Wien (Schwechat) nach New York (JFK Airport) – etwa 13.600 Kilometer – rund 13,1 Tonnen CO2 ausgestoßen. Bei einer Reise von 2 Personen via Business Class wären es 8,4 Tonnen CO2. Um den CO2-Ausstoß zu kompensieren müssten 313 Euro in Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländer investiert werden.
 
Laut "myclimate.org" geschieht die Berechnung unter Berücksichtigung folgender Konstanten: "Der myclimate Flugrechner berechnet die Menge an CO2-Emissionen, die ein Flugzeug über die Flugdistanz pro Passagier ausstösst. Zusätzlich werden Stickstoffe und Aerosole berücksichtigt und in CO2 umgerechnet. Die Berechnung basiert auf durchschnittlichen Verbrauchsdaten typischer Kurzstrecken- und Langstreckenflugzeuge. Weiter wird in der Berechnung berücksichtigt, ob Sie Economy, Business oder First Class fliegen."
 
© Screenshot (myclimate)
 
Um den Klimawandel aufzuhalten sollte eine Person maximal 0,6 Tonnen CO2 pro Jahr verursachen. Eine durchschnittliche Person in der EU verursacht rund 8,4 Tonnen CO2.
 
© Screenshot (myclimate)
 
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