Gaza-Streifen

Entführte Journalisten wieder frei!

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Die beiden Mitte August gekidnappten Reporter des TV-Senders "Fox" sind freigelassen worden.

Der amerikanische Korrespondent Steve Centanni und der neuseeländische Kameramann Olaf Wiig wurden am Sonntag kurz nach Mittag von palästinensischen Sicherheitsbeamten in ein Hotel in der Stadt Gaza gebracht. Die beiden Journalisten waren am 14. August in Gaza von Bewaffneten aus ihrem Übertragungswagen entführt worden.

Hintergründe für Freilassung unklar
Ob für ihre Freilassung Geld gezahlt wurde oder Bedingungen erfüllt wurden, war zunächst nicht bekannt. Der 60-jährige Centanni berichtete Fox News in einem Telefonat, er sei während seiner Gefangenschaft zum Teil in einer dunklen Garage festgehalten worden und in schmerzhafter Haltung gefesselt gewesen. Er und der 36-jährige Wiig seien mit vorgehaltener Waffe gezwungen worden, Erklärungen abzugeben, unter anderem die, dass sie zum Islam übergetreten seien.

Der palästinensische Ministerpräsident Ismail Haniyeh sagte, die Entführer hätten keine Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida oder einer anderen Organisation gehabt. Zu der Tat hatten sich die unbekannten Heiligen-Jihad-Brigaden bekannt. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete am Sonntag aber, es habe sich um örtliche Extremisten gehandelt, und den Behörden sei die Identität der Entführer von Anfang an bekannt gewesen. Die palästinensische Autonomiebehörde hat dagegen erklärt, ihr sei die Identität der Entführer nicht bekannt. Die militante Gruppierung Volkswiderstandskomitees erklärte am Sonntag, sie habe die Freilassung vermittelt.

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