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Religionsstreit

Fast 500 Tote bei Unruhen in Nigeria

Seit den Kommunalwahlen am Donnerstag gibt es Gemetzel zwischen Christen und Muslimen - Jetzt soll das Militär die Lage stabilisieren.

Bei Unruhen zwischen Christen und Muslimen nach einer Kommunalwahl sind im Staat Plateau in Nigeria mehrere hundert Menschen getötet worden. Allein in einer Moschee der Stadt Jos sind über 380 Tote gezählt worden.

10.000 auf der Flucht
Gut 10.000 Menschen flohen vor den Kämpfen aus ihren Häusern. Auf den Straßen lagen verwesende Leichen. Das Rote Kreuz befürchtete den Ausbruch von Seuchen. Der Gouverneur verhängte eine Ausgangssperre für Teile der Stadt.

Moscheen + Kirchen zerstört
Auslöser der Unruhen waren die Kommunalwahlen am Donnerstag. Die Gewalt eskalierte, als Gerüchte über eine Wahlniederlage der muslimischen Partei ANPP gegen die christlich dominierte PDP die Runde machten und Wahlbetrug ruchbar wurde. Mittlerweile wurden mehrere Moscheen und Kirchen zerstört, über 300 Menschen wurden verletzt. Nigerias Präsident Umaru Yar'Adua schickte die Armee in die Region, um für Ruhe zu sorgen.



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