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Somalia

Islamische Rebellen griffen AU-Truppen an

Es kam zu Gefechten am Flughafen und an einer der Hauptverkehrsstraßen der somalischen Hauptstadt. Ein Waffenstillstand wurde verschoben.

Islamische Rebellen haben in der Nacht zum Montag Stellungen der Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) in der somalischen Hauptstadt Mogadischu angegriffen. Die Rebellen haben AU-Posten am Flughafen und an einer der Hauptverkehrsstraßen Mogadischus mit Granaten beschossen. Mindestens sechs Zivilisten kamen ums Leben, als die Geschoße in benachbarte Wohnhäuser einschlugen. Außerdem sollen mehrere Menschen verletzt worden sein. Die AU-Friedenshüter erlitten den Angaben zufolge keine Verluste.

Waffenstillstand 15 Tage verschoben
Der Angriff kam einen Tag nachdem die Unterzeichnung eines Waffenstillstands zwischen der somalischen Regierung und einer Oppositionsallianz um 15 Tage verschoben worden war. Derzeit laufen in Dschibuti Verhandlungen über die Einzelheiten des Waffenstillstands, der ursprünglich bereits am vergangenen Freitag unterzeichnet werden sollte. Mehrere radikalislamische Gruppen haben jedoch bereits angekündigt, sie wollten den Kampf fortsetzen.

Somalia hat seit 1991 keine funktionierende Regierung. Seit dem Sturz der Union der Islamischen Gerichte Anfang 2007 führen islamische Rebellen einen Guerillakrieg gegen die Truppen der Übergangsregierung und ihre äthiopischen Verbündeten.

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