Die israelische Armee hat einen Tunnel bombaridert, über den Attentäter nach Israel gelangen sollten.
Als Reaktion auf den Selbstmordanschlag eines palästinensischen Extremisten in dem Badeort Eilat am Roten Meer hat die israelische Luftwaffe in der Nacht auf Dienstag am Grenzübergang Karni im Norden des Gaza-Streifens einen Tunnel angegriffen. Wie israelische Medien unter Berufungen auf Angaben der Armee berichteten, wollten militante Palästinenser durch den Tunnel Attentäter aus dem Gaza-Streifen nach Israel einschleusen. Am Montag hatte ein palästinensischer Selbstmordattentäter in einer Bäckerei in Eilat drei Menschen mit in den Tod gerissen.
Lage in Gaza angespannt
Zu diesem ersten Anschlag auf
israelischem Staatsgebiet seit neun Monaten bekannten sich der "Islamische
Heilige Krieg" (Jihad Islami), die "Al-Aksa-Märtyrerbrigaden" und die "Armee
der Gläubigen". Unterdessen war die Lage in Gaza auch nach der Vereinbarung
einer Waffenruhe zwischen den verfeindeten Organisationen Hamas und Fatah
angespannt. In den Straßen der Stadt seien weiter Kämpfer der Fatah von
Präsident Mahmoud Abbas und der regierenden Hisbollah unterwegs, berichtete
die israelische Tageszeitung "Haaretz" unter Berufung auf Augenzeugen am
Morgen. In den vergangenen fünf Tagen war es zu heftigen Kämpfen zwischen
Fatah- und Hamas-Anhängern gekommen. Mindestens 30 Palästinenser wurden
getötet.