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Russland

Lukoil dreht Deutschland den Ölhahn zu

Lukoil ist mit dem Preis "nicht einverstanden", ließ der Ölkonzern wissen. Die Öllieferung nach Deutschland wird gestoppt.

Der russische Ölkonzern Lukoil hat zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres seine Lieferungen an Deutschland gestoppt. "Wir sind mit dem Preis nicht einverstanden", sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax in Moskau. Die Lieferungen seien bis auf weiteres eingestellt. Damit verstoße Lukoil aber nicht gegen geltende Verträge mit deutschen Abnehmern.

Im vergangenen Sommer hatte Lukoil bereits seine Öllieferungen nach Deutschland vorübergehend gedrosselt, um einen höheren Preis zu erzielen. Lukoil sollte im Februar 520.000 Tonnen Erdöl nach Deutschland liefern.

Ölpreis erstmals auf 100,10 Dollar gestiegen
Der Ölpreis ist am Dienstag an der New Yorker Rohstoffbörse erstmals auf den neuen Rekordwert von 100,10 Dollar pro Barrel (159 Liter) gestiegen. Der Preis für das Barrel der Sorte Light Sweet Crude kletterte auf diesen Wert. Als Gründe nannten Analysten die Möglichkeit, dass die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ihre Produktion im kommenden Monat drosselt.

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Schwere Explosion in Texas
Zudem gab es eine schwere Explosion in einer texanischen Ölraffinerie, wo täglich fast 70.000 Barrel verarbeitet werden. Sie könnte bis zu zwei Monate geschlossen bleiben.

Im Jahr 2007 war der Ölpreis um 57 Prozent gestiegen und hatte am 21. November mit 99,29 Dollar vorübergehend eine Rekordhöhe erreicht. Der Ölpreis wird seit Jahren vom steigenden weltweiten Verbrauch in die Höhe getrieben, vor allem der Boom in China sorgt dort für kräftigeren Öldurst. Gleichzeitig stützen viele geopolitische Sorgen den hohen Ölpreis: Spannungen zwischen dem Westen und dem Groß-Förderer Iran, Unruhen und Attentate im ölreichen Irak, Rebellenangriffe auf Pumpanlagen in Nigeria.




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