Umstritten

Meloni macht bei Trumps "Friedenrat" mit

Italien ist als Beobachter zur Sitzung des sogenannten Board of Peace, dem sogenannten Friedensrat von US-Präsident Donald Trump, in Washington eingeladen worden und will die Einladung voraussichtlich annehmen.  

Das sagte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Rande eines Besuchs in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba vor italienischen Journalisten, wie Medien berichteten. Italien wäre damit das erste größere EU-Land, das sich beim Friedensrat engagiert.

"Wir sind als Beobachterland eingeladen. Das ist aus unserer Sicht eine gute Lösung im Hinblick auf die Frage der verfassungsrechtlichen Vereinbarkeit einer Teilnahme am Friedensrat", erklärte Meloni. Angesichts der Rolle Italiens bei der Stabilisierung einer "sehr komplexen und fragilen Lage im Nahen Osten" halte sie eine italienische und auch europäische Präsenz für notwendig. Man werde daher positiv auf die Einladung reagieren, sagte Meloni.

Auf welcher Ebene Italien vertreten sein werde, müsse jedoch noch endgültig entschieden werden, weil die Einladung erst am Vortag eingegangen sei. Die Sitzung des Friedensrates war von Trump für Donnerstag in Washington einberufen worden. Der Rat soll offenbar ein Gegengewicht zu UNO-Gremien wie dem Sicherheitsrat etabliert werden. EU-Länder wie Frankreich oder Schweden, aber auch Großbritannien haben abgesagt - im Gegensatz etwa zu den EU-Ländern Ungarn und Bulgarien oder den EU-Bewerbern Albanien und Kosovo.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten