Angela Merkel bei ihrer Ankunft in Bukarest

NATO-Gipfel

Merkel in Bukarest: Zu früh für NATO-Erweiterung

Angela Merkel sprach sich einmal mehr gegen eine Ost-Erweiterung der NATO aus.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sperrt sich weiter gegen eine rasche Ost-Erweiterung der NATO um Georgien und die Ukraine. Kurz vor Beginn des NATO-Gipfels in Bukarest sagte sie bei ihrer Ankunft in der rumänischen Hauptstadt: "Unstrittig ist, dass beide Länder eine Perspektive für den Beitritt haben sollen." Deutschland sei aber zur Überzeugung gelangt, "dass es allerdings noch zu früh ist, diesen beiden Staaten den Status des MAP zu geben".

"Zeitpunkt noch nicht erreicht"
Dabei geht es um die Aufnahme in den Aktionsplan für die Mitgliedschaft (MAP) - die Vorstufe zum Beitritt in die NATO. "Wir glauben, der Zeitpunkt für den MAP ist noch nicht erreicht." Sie machte aber erneut deutlich: "Die Tür ist offen." Jetzt müssten die Anstrengungen für den nächsten Schritt verstärkt werden.

Zu den Verhandlungen über die Aufnahme von Kroatien, Albanien und Mazedonien in die Militärallianz sagte Merkel: "Ich hoffe, dass es uns gelingt, drei Mitglieder neu aufzunehmen." Bis zum letzten Augenblick werde versucht, die Aufnahme Mazedoniens nicht an dem Namensstreit mit Griechenland scheitern zu lassen. Es werde ein sehr wichtiger Gipfel werden.

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