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New York

Nahost-Quartett mahnt Israel

Der Gaza-Streifen ist für Israel "feindliches Gebiet" - die Versorgung ist gefährdet. Das Nahost-Quartett kritisiert das Vorgehen scharf.

Das Nahost-Quartett hat Israel eindringlich zur Rücknahme der Strafmaßnahmen gegen den Gaza-Streifen aufgefordert. Die humanitäre Versorgung der palästinensischen Bevölkerung in der Küstenregion müsse ohne Hemmnisse gewährleistet bleiben, erklärten Spitzenvertreter von EU, UNO, der USA und Russlands am Sonntag nach einem Treffen bei den Vereinten Nationen in New York. Das gelte auch für die Lieferung lebensnotwendiger Dienstleistungen.

Das Quartett sei sehr besorgt über die Bedingungen im Gaza-Streifen, hieß es in der Abschlusserklärung nach dem dreistündigen Treffen. Zugleich äußerten die Spitzenpolitiker auch ernste Sorge über das anhaltende Raketenfeuer von Aktivisten der radikal-islamischen Hamas-Bewegung, die den Gaza-Streifen kontrolliert, auf israelisches Gebiet. Die Regierung in Jerusalem hatte das Autonomiegebiet kürzlich zum "feindlichen Gebiet" erklärt und angekündigt, Strom- und Treibstofflieferungen zu kürzen.

Weiters drückte das Nahost-Quartett seine Hoffnung aus, die palästinensische Führung unter Präsident Mahmoud Abbas ab dem nächsten Jahr wieder mit direkten Finanzhilfen unterstützen zu können.

Das Nahost-Quartett aus UNO, EU, USA und Russland traf am Sitz der Vereinten Nationen in New York zusammen. Es nahm einen ersten Bericht des Nahost-Sonderbeauftragten und früheren britischen Premierministers Tony Blair entgegen. An dem Treffen unter Leitung von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon nahmen US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihr russischer Amtskollege Sergej Lawrow sowie der EU-Außenbeauftragte Javier Solana teil.

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